Elsfleth - Bereits an diesem Freitagabend bestreiten die Verbandsliga-Handballer des Elsflether TB ihr nächstes Auswärtsspiel. Die Mannschaft von Trainer Patrick Tulikowski tritt um 20 Uhr beim Tabellen-Dritten HSG Hunte-Aue Löwen in der Sporthalle Mühlenkamp in Diepholz an.
Die Gastgeber waren am vorigen Wochenende spielfrei, besiegten zuvor allerdings den damaligen Tabellenführer HSG Grüppenbühren/Bookholzberg mit 28:26. Diesen Sieg mussten sie allerdings teuer bezahlen. Spielertrainer Marko Pernar riss sich das vordere Kreuzband und wird monatelang ausfallen. Auch in seiner Funktion als Coach räumt er nun zumindest vorübergehend seinen Posten und überlässt die Regie Heiner Thiemann und Denis Maksimovich.
Die Löwen sind allerdings sportlich breit aufgestellt, so dass einzelne Verletzungen keinen großen Bruch nach sich ziehen. „Da kann man niemanden groß hervorheben“, sagt Tulikowski. Die HSG habe auf allen Positionen richtig gute Spieler. Nach Minuspunkten sind die Löwen sogar Spitzenreiter, allerdings hinken sie gegenüber der Konkurrenz noch mit einer Partie hinterher.
Wenn Tulikowski überhaupt einen wunden Punkt beim kommenden Gegner erkennt, dann ist es das Alter. „Deshalb nehmen sie gerne das Tempo aus dem Spiel“, sagt Elsfleths Coach.
Genau an diesem Punkt würde er gerne mit konsequentem Gegenstoßspiel ansetzen. Einfache Tore seien das Ziel. „Das ist immer noch kräfteschonender, als sich ständig im Positionsspiel aufzureiben“, sagt Tulikowski. Allerdings plagen ihn arge Personalprobleme. Beim 24:24-Unentschieden am vergangenen Wochenende gegen Spitzenreiter Wilhelmshavener HV II hatte Tulikowski nur neun Feldspieler dabei, in Diepholz werden es nur noch acht sein. Gegen den WHV trat Elsfleths Rückraum-Linker Jo-Fokke Blohm seinem Gegenspieler unglücklich auf den Fuß, knickte um und fällt mit einer Bänderverletzung aus.
Aber gerade das Spiel gegen Wilhelmshaven macht Tulikowski Mut. Der Angriff war im bisherigen Saisonverlauf nicht das Problem. Dafür fing sich die Defensive stets viel zu viele Gegentreffer ein. „Das ist vor allem eine Sache der Einstellung. Die hat bisher zu oft gefehlt, gegen Wilhelmshaven war sie aber da“, sagt Tulikowski. Eine gute Abwehr inklusive guter Torwartleistungen bedarf es auch am Freitag. Dann sei auch mit einem kleinen Kader etwas drin, wie Tulikowski meint.
