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Handball in der Oberliga der Männer Haftmittelverbot erzwingt Veränderungen

Thorsten Sanders
Fynn Oberegger (hier im Hinspiel gegen Rotenburg) und die Elsflether Handballer müssen sich an die ungewohnten Bedingungen in Scheeßel anpassen.

Fynn Oberegger (hier im Hinspiel gegen Rotenburg) und die Elsflether Handballer müssen sich an die ungewohnten Bedingungen in Scheeßel anpassen.

Dennis Weiß

Elsfleth - Die Oberliga-Handballer des Elsflether TB steigen an diesem Samstag mit einem Auswärtsspiel in die Rückrunde ein. Um 18.30 Uhr tritt die Mannschaft von Trainer Patrick Tulikowski beim heimstarken TuS Rotenburg an. Rein tabellarisch gesehen findet die Partie auf Augenhöhe statt, denn beide Teams weisen momentan 11:15 Punkte auf.

Doch der Heimvorteil spricht klar für die Gastgeber, denn in eigener Halle hat der TuS bislang zehn seiner elf Zähler gesammelt. Wie auch beim TSV Bremervörde gilt in Scheeßel, der Sportstätte des TuS Rotenburg, absolutes Haftmittelverbot. Mit diesen Bedingungen haben Mannschaften, die an die „Backe“ gewohnt sind, traditionell ihre Probleme und Schwierigkeiten. „Bei Spielen ohne Backe wird immer erst so richtig sichtbar, wie abhängig die meisten Spieler davon sind“, sagt Tulikowski. Auch die Verantwortlichen des niedersächsischen Handballverbands haben sich mittlerweile dieses Themas angenommen. In der kommenden Saison soll deshalb sowohl in der Oberliga als auch in der Verbandsliga in allen Spielstätten das Hilfsmittel erlaubt sein. Schöne Aussichten, hilft dem ETB an diesem Samstag aber kein Stück weiter.

Wildes Training

Um sich bestmöglich auf die Partie vorzubereiten, blieb das Harz in dieser Trainingswoche tabu. „Das sah dann am Montag entsprechend wild aus“, sagt Tulikowski. Um die Probleme mit der Ballkontrolle bestmöglich zu kaschieren, muss das komplette Spiel etwas umgestellt werden. Leichte Tore über Gegenstöße sind aus Trainersicht zwar auch in jedem anderen Spiel immer gern gesehen, aber in solchen Partien noch viel mehr. „Wir müssen so oft wie möglich das normale Positionsspiel umgehen. Das geht am besten, wenn wir durch eine starke Deckungsarbeit hinten ganz viele Bälle erobern und dann über die erste und die zweite Welle zum Erfolg kommen“, sagt Tulikowski.

Der Fokus ist also auf die Defensive ausgerichtet. Dazu zählt auch das Rückzugsverhalten bei Ballverlusten, denn auch die Rotenburger verstehen sich im Gegenstoßspiel. Besonders Linksaußen Lukas Misere gilt es im Auge zu behalten. Aber auch aus dem Rückraum heraus ist der TuS gefährlich. Der Rückraum-Linke Chris-Ole Brandt steht mit 96 Treffern sogar auf dem zweiten Platz der Oberliga-Torschützenliste. Nur Ole Harms vom Tabellenführer TV Cloppenburg war bislang erfolgreicher (107). Auch im Hinspiel, das der ETB mit 27:25 für sich entschied, langte Brandt neunmal zu.

Entscheidende Spiele

Der Hinspielerfolg könnte am Ende der Saison noch wichtig werden. Bei Punktgleichheit zählt dann zunächst der direkte Vergleich und nicht das Torverhältnis. Und so eng, wie die Mannschaften besonders in der unteren Tabellenhälfte beieinander liegen, könnte das der entscheidende Faktor zwischen Klassenerhalt und Abstieg werden. Sollten die Elsflether am Samstag mit einem Treffer Differenz verlieren, wäre das zwar ärgerlich, aber den direkten Vergleich mit Rotenburg hätten sie schonmal für sich entschieden.

Aber Tulikowski hat ja gar nicht vor, die Punkte freiwillig abzugeben. „Jetzt kommen die entscheidenden Spiele. Und wenn wir auswärts gewinnen, stünden wir danach zu Hause nicht mehr so unter Druck“, sagt der Coach, der neben dem Backeverbot noch mit einem weiteren Problem kämpfen muss, nämlich der Personalnot. Am vergangenen Wochenende hatte er bei der 24:30-Auswärtsniederlage bei der SG Achim/Baden lediglich elf Spieler zur Verfügung. Das machte sich in der kräftezehrenden Partie in der Schlussphase negativ bemerkbar. Immerhin: Marlon Martens dürfte in den Kader zurückkehren, aber hinter den Einsätzen von Martin Wille und Chris Danielzik steht weiterhin ein Fragezeichen.

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