Horneburg/Elsfleth - Die Landesliga-Handballerinnen des Elsflether TB haben den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Am Samstag spielte die Mannschaft von Trainer Sascha Klostermann beim VfL Horneburg 32:32 (17:16). Mit 28:8 Punkten bleibt der ETB aber in Lauerstellung, um den Spitzenreiter TuS Komet Arsten (28:6 Punkte) im Saisonendspurt doch noch abfangen zu können.

„Wir haben losgelegt wie die Feuerwehr“, meinte ETB-Kreisläuferin Shelby Lameyer. Dabei musste Torjägerin Charlotte Sommer schon früh ausgewechselt werden, weil sie umgeknickt war. Für sie rückte Außenspielerin Paula Molzahn in den Rückraum und machte ihre Sache hervorragend. Sieben ihrer neun Treffer warf sie in der ersten Halbzeit.

Auf die gute Elsflether Anfangsphase hatten die Gastgeberinnen aber eine passende Antwort. Sie stellten ihre Abwehr von einer offensiven 5:1-Deckung auf eine stabile 6:0-Formation um. Prompt lief es beim ETB nicht mehr ganz so rund. Der Vorsprung schrumpfte, und fünf Minuten vor dem Seitenwechsel ging der VfL erstmals mit 15:14 in Führung.

Aber auch in der zweiten Halbzeit erwischte der ETB den besseren Start. Charlotte Sommer war mittlerweile wieder auf das Feld zurückgekehrt und schenkte dem Gegner mächtig ein. 13 Minuten vor dem Ende schien die Sache erledigt zu sein. Doch die Sieben-Tore-Führung (28:21) schrumpfte kontinuierlich. „In der Abwehr haben wir uns nicht mehr gegenseitig unterstützt“, sagte Lameyer.

Die Horneburgerinnen nutzten die sich bietenden Lücken konsequent. Geduldig spielten sie ihre Außen frei und trafen bis zur 32:31-Führung. Nachdem Charlotte Sommer wieder ausgeglichen hatte, parierte Anika Driesner beim nächsten VfL-Angriff.

15 Sekunden blieben für ein spätes Happy-End. „Es war eigentlich noch genug Zeit, um den Siegtreffer zu erzielen. Aber wir haben den Angriff zu überhastet gespielt und den Ball dabei verloren“, gab sich Lameyer selbstkritisch „Nach dem Spiel war die Enttäuschung groß“, sagte Lameyer.

Eine Sieben-Tore-Führung hätte das Team nicht mehr aus der Hand geben dürfen. 32 Treffer zu werfen, sei toll gewesen. „Aber selbst 32 Tore zu kriegen, ist natürlich viel zu viel“, sagte Lameyer.

ETB: Griepenstroh, Driesner – Charlotte Sommer (11/4), Molzahn (9/4), Laura Lissewski (6/1), Franziska Sommer (4), Lübben (1), Hedemann (1), Lameyer, Lina Lissewski, Birken.

Spielstationen: 2:6 (7.), 8:10 (16.), 15:14 (25.), 16:17 (30.), 17:23 (39.), 21:28 (47.), 27:28 (53.), 32:31 (59.), 32:32 (60.).