Elsfleth - Alles neu bei den Handballerinnen des Elsflether TB: An diesem Sonntag startet die Mannschaft von Trainer Sascha Klostermann um 16.30 Uhr beim TSV Intschede in die neue Landesliga-Saison. Aber es ist ein Auftakt, der mit vielen Fragezeichen versehen ist. Die Mannschaft ist kräftig durcheinander gewürfelt worden, und auch die Gegner sind neu. Wo steht der ETB nun?
Klostermann ist sich selbst noch nicht ganz sicher. Als Tabellen-Zweiter der vergangenen Saison, in der nur ein einziger Treffer zur Meisterschaft und dem damit verbundenen Oberliga-Aufstieg fehlte, könnten die Elsfletherinnen eigentlich zuversichtlich in die neue Spielzeit gehen. Doch es fehlt ein Vergleich zu der Leistungsstärke der nun wartenden Gegner.
Aus regionalen Gründen ist der ETB von der Landesliga Nord in die Landesliga Nord-Ost gewechselt. Dort beendete der Auftaktgegner aus Intschede die Saison als Dritter. Klostermann hat viele Informationen gesammelt, um die kommenden Gegner einschätzen zu können. Dazu gehörte auch der TSV. „Intschede soll eine eingeschworene Mannschaft sein, die hinten ordentlich zupackt“, sagt der Elsflether Coach. Vor vier Jahren habe sein Team einmal ein Testspiel gegen den TSV bestritten, aber das sei eben auch schon ein Weilchen her.
Noch mehr als mit der Konkurrenz musste sich Klostermann während der Saisonvorbereitung mit seinem eigenen Team beschäftigen. Immerhin musste er fünf Abgänge verkraften, von denen sich allerdings lediglich Charlotte Sommer mit der HSG Hude/Falkenburg einem neuen Verein angeschlossen hat. Auf der anderen Seite musste der Coach gleich sechs Neuzugänge in seine Mannschaft integrieren. Alle sechs hätten sich gut eingefügt. „Aber sie haben zuletzt alle in der Regionsoberliga gespielt“, sagt er. Das Tempo und auch die Härte seien in der Landesliga aber noch etwas höher einzuordnen.
Die Testspiele seien „mit Höhen und Tiefen“, verlaufen, wie Klostermann meint. Besonders in der Abwehrarbeit fehle es noch an der nötigen Abstimmung. „Bei so vielen Neuzugängen ist das aber nicht verwunderlich“, sagt Klostermann. Auf nur eine feste Defensiv-Formation will er sich nicht einlassen. „Mir ist es wichtig, dass wir je nach Gegner zwischen mehreren Formationen wechseln können“, sagt Klostermann. Hauptsächlich werde er mit einer 5:1-Deckung mit Vorgezogenem oder mit einer kompakten 6:0-Deckung agieren lassen.
Für ein erfolgreiches Angriffsspiel fordert Klostermann viel Tempo. Gegenstöße über die erste und zweite Welle hätten in den letzten Wochen vermehrt auf dem Trainingsprogramm gestanden. Fitness sei dabei das A und O. Da hat Klostermann aber keinerlei Bedenken, denn alle Spielerinnen hätten in der Vorbereitung gut mitgezogen.
Seine Erwartungshaltung hat Klostermann bewusst tief gehalten. Sein erstes Ziel sei es, schnell als Einheit zusammenzufinden. Er sei vom Leistungsvermögen seiner Mannschaft überzeugt, will mit einer Zielsetzung aber abwarten, wie sie sich in der ungewohnten Liga einfindet.
Trotz seiner Zurückhaltung liebäugelt Klostermann mit einem Platz unter den ersten Fünf. Weil in der Saison 2024/25 zwischen der Landesliga und der Oberliga noch eine Verbandsliga installiert wird, würden die Plätze zwei bis fünf dorthin aufsteigen. Der Meister geht sogar direkt in die Oberliga hoch. Jetzt müssen aber erstmal die ersten Spiele gespielt werden. „Wir wollen schnell viele Punkte sammeln und uns schnell an die neue Liga gewöhnen“, sagt Klostermann.
