Elsfleth - Das war ärgerlich: Die Verbandsliga-Handballer des Elsflether TB haben am Freitagabend das Auswärtsspiel beim jetzigen Tabellen-Zweiten HSG Hunte-Aue Löwen mit 26:27 (14:12) verloren. Obwohl ETB-Trainer Patrick Tulikowski nur auf einen Rumpfkader zurückgreifen konnte, stemmte sich sein Team mit allen Kräften gegen die Niederlage. Doch es zog nach einem durchweg spannenden Spielverlauf den Kürzeren.
Nackenschläge
„Ein Sieg war drin, das war ja das Frustrierende“, sagte Tulikowski. Die Elsflether gingen nach dem dritten Tor von Lasse Pape erstmals in der 9. Minute mit 3:2 in Führung und gaben diese lange Zeit nicht mehr ab. Dabei mussten sie schon früh personelle Nackenschläge einstecken. Der für den verletzten Jo-Fokke Blohm im Rückraum agierende Niklas Rätzke knickte nach einer Viertelstunde um und musste anschließend passen. „Sehr schade. Niklas hatte bis dahin richtig gute Szenen gehabt“, meinte Tulikowski. Darüber hinaus plagte sich Sascha Klostermann ab der 20. Minute mit Knieproblemen herum. Damit war aus der Stammformation im Rückraum nur noch Fynn Oberegger über. Außenspieler wie Lasse Pape, Henrik Tolck und Renke Gronau mussten aushelfen.
Abstimmung fehlt
Weil die Mannschaft in dieser Konstellation noch nie zusammengespielt habe, hätte es hin und wieder an der Abstimmung gefehlt, sagte Tulikowski. Doch die Elsflether machten aus der Not eine Tugend. Sie hingen sich voll rein und behaupteten ihre Führung bis in die Schlussphase hinein. Wenn Tulikowski überhaupt etwas zu bemängeln hatte, dann war es die Chancenverwertung. „Da haben wir zu viele freie Würfe liegengelassen“, sagte er.
Das hatte Folgen. Der Spielstand war zwar knapp, aber in den letzten Minuten liefen die Elsflether meistens einem knappen Rückstand hinterher. Trotzdem war zumindest ein Unentschieden möglich. Als Lasse Pape das 26:27 erzielte, waren noch rund eineinhalb Minuten zu spielen.
Der ETB kam auch noch einmal in Ballbesitz, aber nicht mehr zum Ausgleich. Zu allem Übel sah Sascha Klostermann vier Sekunden vor dem Abpfiff der Partie noch die Rote Karte wegen eines taktischen Fouls.
„Wahnsinn, was die Truppe geleistet hat“, sagte Tulikowski. Nach dem 24:24-Unentschieden vor einer Woche gegen Spitzenreiter Wilhelmshavener HV II war der ETB drauf und dran, dem nächsten Titelkandidaten ein Schnippchen zu schlagen. Es bleibt immerhin die Erkenntnis, dass die Elsflether trotz des schlechten Tabellenplatzes gut mithalten können.
ETB: Wagenaar, Bielefeld – Pape (9/3), Henrik Tolck (7), Oberegger (5), Danielzik (3), Rätzke (1), Gronau (1), Mattis Tolck, Klostermann, Rodiek, Gericke.
Spielstationen: 2:4 (10.), 7:10 (23.), 12:14 (30.), 17:19 (38.), 21:22 (47.), 24:23 (52.), 27:26 (60.).
