Elsfleth - Schmerzhafte Niederlage: Die Oberliga-Handballer des Elsflether TB haben am Sonntag das Heimspiel gegen den Tabellenletzten TSV Bremervörde mit 24:28 (16:13) verloren. Der ETB hat damit fünf Spiele in Folge verloren, ist seit sieben Spielen sieglos und mit 11:19 Punkten Viertletzter. Das Team aus der Wesermarsch hat noch vier Pluspunkte Vorsprung vor den Abstiegsplätzen.
Weil Haupttorschütze Lasse Pape verletzt fehlte, hatte der Elsflether Trainer Patrick Tulikowski umbauen müssen. Renke Gronau lief als Rechtsaußen auf, Hendrik Tolck als Linksaußen. Im Mittelpunkt stand aber zunächst der Elsflether Kreisläufer: Chris Danielzik warf die ersten vier Tore der Gastgeber – allesamt per Siebenmeter. Bastian Rambaus Treffer zum 5:4 in der 13. Minute war das erste Elsflether Tor aus dem Feld – ein Notwurf unter Zeitdruck. Nach einer Viertelstunde setzte sich Elsfleth in einem in der ersten Halbzeit überraschend fair geführten Abstiegsduell erstmals ein bisschen ab.
Offensive Deckung
Bremervörde reagierte. Fortan deckten die Gäste wesentlich offensiver – mit Erfolg: Sie robbten sich heran. Die Elsflether kassierten viele Tore nach Tempogegenstößen. In der 24. Minute hatten die Gäste den Anschluss zum 12:13 hergestellt.
Anschließend stellten sich die Gastgeber besser auf den taktischen Kniff Bremervördes ein. Sie spielten sich wieder einen kleinen Vorsprung heraus.
Unmittelbar nach dem Wechsel machten die Gäste aber klar, dass sie an ihre Siegchance glaubten. Sie stellten auf eine 5:1-Deckung um, mit der Elsfleth Probleme hatte. „Damit sind wir nicht zurechtgekommen“, bestätigte Tulikowski. Sein Team habe nur parallel gespielt, statt Druck aufs Tor zu machen.
Stückwerk
Als die Gäste das erste Mal bis auf ein Tor herangekommen waren, riefen die Gäste-Fans „Auswärtssieg, Auswärtssieg.“ In der 44. Minute gingen die Bremervörder mit 20:19 in Führung.
Allen voran der Bremervörder Torjäger Lars von Kamp machte Elsfleth das Leben schwer, zumal er die Siebenmeter mit einer starken Quote verwandelte. Auf der anderen Seite warfen Danielzik und Gronau Fahrkarten. Bei Elsfleth blieb vieles Stückwerk. Von einer Aufbruchstimmung war zu keinem Zeitpunkt etwas zu spüren.
Das Schlusslicht spielte zwar nicht stark, setzte sich aber ab und behielt die Führung bis zum Schluss – kein Wunder, dass die Elsflether Spieler und Tulikowski nach der Partie zunächst lange in der Kabine blieben.
Bremervördes Trainer Adnan Salkic freute sich und sprach von einer überragenden Mannschaftsleistung: „Das war ein wichtiger Sieg nach der Niederlage am Freitag gegen Delmenhorst.“ Seine Mannschaft habe Charakter bewiesen.
Tulikowski ärgerte sich über eine verdiente Niederlage. „Die Punkte müssen wir uns jetzt woanders holen“, sagte er.
ETB: Völkers, Wagenaar, Klostermann (2), Gronau (3), Rätzke, Blohm (1), Tolck (4), Rambau (4), Oberegger (1/1), Martens, Schwarting, Danielzik (9/6), Gericke.
