Elsfleth - Den Abstieg aus der Oberliga haben die Handballer des Elsflether TB mittlerweile abgeschüttelt, jetzt gilt es, sich für eine erfolgreichere Verbandsliga-Saison zu rüsten. Trainer Patrick Tulikowski scheucht seine Spieler gerade munter durch die Gegend, damit die Fitness stimmt. Der Ball ist nur selten dabei, weil die Sporthallen in Elsfleth und Brake renoviert werden.
„Dass wir überwiegend draußen trainieren müssen, wäre normalerweise kein großes Thema, wenn das Wetter nicht so mies wäre“, sagt Tulikowski. Und weil ein wesentlicher Faktor beim Handball ist, zumindest ab und zu einen Ball in der Hand halten zu dürfen, plant der ETB reihenweise Testspiele in fremden Hallen. „Wir müssen uns schließlich auch im spielerischen Bereich vorbereiten und nicht nur laufen“, sagt Tulikowski.
Kaum Änderungen
Seit dem 24. Juli sind die Elsflether mittlerweile wieder im Training. Der Kader hat sich kaum verändert, sowohl auf der Abgangs- als auch auf der Zugangsseite gab es jeweils nur zwei Namen zu notieren. Beruflich bedingt werden Marcel Völkers und Bastian Rambau bis auf Weiteres nicht zur Verfügung stehen, bleiben aber im Verein. Der Torhüter und der Halblinke werden positionsgetreu von Daniel Bielefeld und Niklas Böck aus der Reservemannschaft ersetzt.
Weitere Veränderungen wird es im Kader wohl nicht mehr geben. „Jetzt haben alle Spieler erstmal ihren Verein gefunden. Wenn überhaupt, dann könnte man jemanden reaktivieren“, sagt Tulikowski. Der ETB hat in der vergangenen Saison mehrfach von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und ehemalige Spieler wie Florian Doormann oder Ruven Rußler eingesetzt.
Fehlen wird bis auf Weiteres Lasse Pape, der sich im Frühjahr einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. „Wenn er in diesem Jahr noch zurückkehren würde, wäre das super. Aber der Plan sieht vor, dass er erst nach dem Jahreswechsel wieder dabei sein wird“, sagt Tulikowski.
Gegenstoßspiel
Zu den zahlreichen Stärken von Pape zählt das Gegenstoßspiel, was auch in der kommenden Saison wieder in erhöhtem Maß praktiziert werden soll. Am Positionsspiel müssen die Elsflether noch feilen. „Da müssen wir individuell stärker und auch kreativer werden“, meint Tulikowski. Mit welchem System der Trainer spielen lassen wird, hat er noch nicht entschieden. „Ich bin offen für alles“, sagt Tulikowski. Es sei noch Zeit, verschiedene Formationen auszuprobieren und dann zu sehen, was gut funktioniert und was nicht.
Das erste Punktspiel bestreitet der ETB am Sonntag, 3. September, bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen von der „falschen“ Weserseite, wie man in Elsfleth gerne frotzelt. Es werden zahlreiche weitere Derbys auf den ETB zukommen. In dieser Beziehung hat der Abstieg keine großen Auswirkungen gehabt, denn statt gegen HSG Varel, TvdH Oldenburg oder HSG Delmenhorst geht es gegen TV Neerstedt, TSG Hatten/Sandkrug oder eben Schwanewede/Neuenkirchen.
