Elsfleth - Die Handballerinnen des Elsflether TB sind neuer Tabellenführer der Landesliga Nord-Ost. Am Sonntag gewann die Mannschaft von Trainer Sascha Klostermann ihr Heimspiel gegen den bisherigen Spitzenreiter SG Findorff mit 32:28 (14:11) und hat sich durch den achten Sieg in Folge ganz nach oben geschoben. Allerdings haben Findorff und auch der TV Cloppenburg bislang weniger Minuspunkte gesammelt, weshalb der Schein etwas trügt. Trotzdem ist der ETB derzeit das Maß aller Dinge.
„Ich bin geflasht, was wir heute wieder für eine tolle Mannschaftsleistung gezeigt haben“, sagte Rechtsaußen Nina Hedemann. Der Sieg gegen Findorff war nach den Erfolgen zuletzt gegen den Dritten Cloppenburg und den Fünften HSG Nienburg die dritte Duftmarke im Kampf um den Meistertitel.
Den Teams war anfangs anzumerken, was auf dem Spiel stand. Die Spielerinnen begegneten sich mit höchstem Respekt und waren zunächst einmal darauf bedacht, keine Fehler zu machen. Das gelang dem ETB etwas besser als den Gästen, denn er warf sich eine knappe Führung heraus.
Die Partie bewegte sich auf durchaus hohem Niveau, wobei sich im Verlauf der ersten Halbzeit die Fehlerquote bei den Gästen erhöhte. „Ich bin überrascht, wie viele Ballverluste Findorff hat“, sagte Shelby Lameyer, ehemalige Kreisläuferin des ETB, in der Halbzeitpause. Die Elsflether Drei-Tore-Führung hätte durchaus höher ausfallen können, denn 15 Sekunden vor der Sirene scheiterte Nina Oberegger noch bei einem Siebenmeter, und der folgende Gegenstoß schlug dann im Elsflether Kasten ein.
Aber die Elsfletherinnen ließen sich in ihrem Tatendrang nicht beirren. Genau einmal kamen die Gäste auf zwei Tore heran (18:16), dann aber zog der ETB wieder das Tempo an. Als er die Führung ausbaute, reagierte Findorff mit übereilten Abschlüssen, die oft Beute von Elsfleths Torfrau Anika Driesner wurden. Plötzlich gelangen auch nicht allzu alltägliche Dinge. Nina Oberegger beispielsweise traf mit ihrem linken, schwachen Wurfarm zum 25:21.
Der Spielfluss litt teilweise unter den vielen Hinausstellungen. Elsfleth kassierte fünf Zeitstrafen, Findorff sogar acht. Die kleinen, aber feinen Unterschiede gaben letztlich den Ausschlag zugunsten der Elsfletherinnen. Laura Lissewski war von ihren Gegenspielerinnen wieder einmal kaum aufzuhalten. Und in der entscheidenden Phase bewies Linksaußen Jantje Vogt Nervenstärke bei drei verwandelten Siebenmetern.
Klostermann war entsprechend gut gelaunt. „Wenn man will, dann gibt es immer etwas zu mosern. Aber heute muss das nicht sein“, sagte der Elsflether Coach.
ETB: Driesner, Vingart - Laura Lissewski (10), Vogt (6/3), Sommer (5), Hedemann (4/2), Oberegger (3/1), Hinrichs (2), Nina Lissewski (1), Lösekann (1), Gronewold, Boch, Birken, Meyer.
Spielstationen: 2:3 (7.), 8:5 (18.), 14:11 (30.), 18:16 (38.), 23:21 (44.), 29:23 (52.), 32:28 (60.).
