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NWZonline.de Sport

Handball-Europameisterschaft: Weitere Corona-Fälle beim DHB-Team - EM-Rückzug kein Thema

18.01.2022

Bratislava (dpa) - Die Hiobsbotschaften für die deutschen Handballer reißen nicht ab. Das DHB-Team ist bei der Europameisterschaft von zwei weiteren Corona-Fällen betroffen und kann das heutige Gruppenfinale gegen Polen in Bratislava nur mit 14 Spielern bestreiten.

Wenige Stunden vor dem Anpfiff wurden auch Torwart Till Klimpke und Marcel Schiller positiv getestet. Damit erhöhte sich die Zahl der Corona-Ausfälle auf neun Spieler.

Bundestrainer Alfred Gislason reagierte auf den weiteren personellen Aderlass und nominierte Torwart Daniel Rebmann von Frisch Auf Göppingen und Linksaußen Patrick Zieker vom TVB Stuttgart nach. "Beide Spieler waren begeistert, dass sie hierherkommen dürfen", sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer.

Nachnominiertes Quintett spielberechtigt

Bereits am Vortag waren Torwart Andreas Wolff, die Rückraumspieler Kai Häfner und Luca Witzke sowie die Außen Timo Kastening und Lukas Mertens positiv getestet worden. Zuvor hatten sich schon Julius Kühn und dessen Ersatzmann Hendrik Wagner mit dem Coronavirus infiziert. Alle betroffenen Spieler haben sich in eine Quarantäne begeben. Wann sie wieder eingesetzt werden können, ist noch offen.

Gislason hatte deshalb am späten Montagabend Torwart Johannes Bitter vom HSV Hamburg sowie die Feldspieler Fabian Wiede, Paul Drux (beide Füchse Berlin), Rune Dahmke (THW Kiel) und Sebastian Firnhaber (HC Erlangen) nachnominiert. Das Quintett traf heute im deutschen EM-Spielort Bratislava ein, musste sich im Teamhotel zunächst aber auch in Isolation begeben. Nachdem negative Ergebnisse ihrer PCR-Tests vorlagen, waren alle gegen Polen spielberechtigt.

In der Hauptrunde trifft die DHB-Auswahl auf Titelverteidiger Spanien, den WM-Zweiten Schweden, den Olympia-Dritten Norwegen und Russland. Einen Rückzug der deutschen Mannschaft schloss Kromer auch im Falle weiterer Infektionen derzeit aus. "Alle Spieler haben das Recht auszusteigen, aber bisher hat sich niemand gemeldet. Alle wollen hier bleiben", berichtete der DHB-Sportvorstand.

© dpa-infocom, dpa:220118-99-758134/3

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