Landkreis - Für die Handballerinnen des TV Neerstedt geht es an diesem Wochenende schon um alles oder nichts: In der Oberliga muss für die TVN-Frauen unbedingt ein Sieg her, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Deutlich entspannter sieht es an diesem Wochenende beim Ligarivalen HSG Hude/Falkenburg aus, der sich für das Heimspiel gegen den Wilhelmshavener HV besonders auf die Rückkehr in der Sporthalle am Huder Bach freut. Männer-Landesligist HSG Grüppenbühren/Bookholzberg präsentiert derweil zwei neue Spieler für die kommende Saison.
Frauen-Oberliga
TV Neerstedt - HSG Osnabrück (Samstag, 17 Uhr). Da die Mitkonkurrenten im Kampf gegen den Abstieg, SV Werder Bremen II und TV Dinklage, am vergangenen Wochenende erneut punkteten und an den Neerstedterinnen vorbeizogen, stehen die Gastgeberinnen nun stark unter Zugzwang. Bei einer weiteren Niederlage könnte für sie der Abstieg bereits besiegelt sein, während man bei einem Sieg weiterhin hoffen dürfte. Der volle Fokus liegt somit auf dem Osnabrück-Spiel.
TVN-Trainerin Cordula Schröder-Brockshus weiß um die Schwere dieser Aufgabe, zumal in den Reihen der Gäste mit Lisa Meyer die torgefährlichste Schützin der Liga (211 Treffer) steht. Neben der intensiven Spielvorbereitung hat die Trainerin auch noch viele Gespräche geführt und gefordert, wieder zu dem zurückzukehren, was die Mannschaft ausmacht: „Wir müssen die eigenen Stärken in den Vordergrund stellen“, betont Schröder-Brockshus. Hinter dem Einsatz von Lisa Maus und Delia Mathieu steht verletzungsbedingt noch ein großes Fragezeichen.
HSG Hude/Falkenburg - Wilhelmshavener HV (Sonntag, 16.30 Uhr). Beim letzten Heimspiel in dieser Saison gibt es für die HSG eine Premiere: Erstmals kann die Mannschaft von Trainer Lars Osterloh wieder in der Halle am Huder Bach auflaufen. „Da freuen wir uns alle total drauf und hoffen, dass die Hütte auch voll wird“, sagt Osterloh. Viele seiner Spielerinnen würden die Halle, die aufgrund von Sanierungsarbeiten sehr lange gesperrt war, überhaupt noch gar nicht kennen. Doch das solle den Heimvorteil nicht mindern.
„Wir wollen mit einem Sieg die letzten Zweifel am Klassenerhalt beseitigen. Ich möchte nämlich keinen Showdown am letzten Spieltag“, stellt der HSG-Coach mit Blick auf die Tabelle klar. Dort belegt sein Team Rang acht mit drei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz. Rechnerisch könnte also bei zwei noch ausstehenden Partien alles passieren. Zumal die kommende Aufgabe gegen den Tabellenfünften auch alles andere als einfach ist. „Wilhelmshaven legt ein unglaubliches Tempo an den Tag“, weiß Osterloh über den Gegner, dem man im Hinspiel mit 25:36 klar unterlegen war.
Männer-Verbandsliga
TV Schiffdorf - TSG Hatten-Sandkrug (Samstag, 18.30 Uhr). Nachdem die TSG zuletzt dem Spitzenreiter OHV Aurich II beim 24:34 die Punkte überlassen musste, geht es nun mit der kaum leichteren Aufgabe beim Tabellenzweiten in Schiffdorf weiter. Die Schiffdorfer (39:11 Punkte) liefern sich mit Aurich (41:9) und dem Wilhelmshavener HV II (37:11) einen packenden Dreikampf um die beiden Aufstiegsplätze. Dahinter folgt mit reichlich Rückstand die TSG auf Rang vier (28:20). Deren Ziel ist es weiterhin, die Saison so erfolgreich wie möglich zu Ende zu bringen. Dass sie gegen Schiffdorf bestehen können, bewiesen die Sandkruger bereits in der Hinrunde beim knappen 34:33-Heimsieg.
TV Neerstedt - FC Schüttorf (Samstag, 19.30 Uhr). Nach fünf Siegen in Folge hat sich der TV Neerstedt bis auf Platz acht vorgearbeitet. Endgültig gesichert ist das Team von Coach Andreas Müller damit aber längst nicht: „Es sind noch acht Punkte zu vergeben, und ab Platz sechs abwärts könnte jeder rechnerisch absteigen“, warnt Müller vor verfrühter Sicherheit. Allerdings ist ihm auch bewusst, dass seine Mannschaft in der aktuellen Form recht gute Karten haben sollte. „Wir sind im Moment auf einem guten Weg, alle ziehen mit“, bestätigt der TVN-Coach. Den größeren Druck dürften die Gäste verspüren, die als Tabellen-13. zum Siegen verdammt sind, wenn sie noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben wollen. Das Hinspiel endete 25:25.
Männer-Landesliga
HSG Stuhr - TS Hoykenkamp (Samstag, 15 Uhr). Vor den letzten beiden Saisonspielen motiviert TSH-Spielertrainer Andre Haake sein Team noch einmal mit einer Zielsetzung: „Unsere Mannschaft hat sich zuletzt mehr und mehr stabilisiert, jetzt möchte ich noch Platz zwei erreichen.“ Aktuell liegt die Turnerschaft zwei Punkte hinter dem Wilhelmshavener SSV auf Rang drei – ein Sprung nach vorne wäre somit noch möglich. Den ersten Schritt gilt es beim Tabellenletzten zu machen. Die Hoykenkamper werden ihren Gegner gewiss nicht unterschätzen, auch wenn es im Hinspiel einen klaren 41:22-Erfolg gab. Fehlen werden der verletzte Tim Streckhardt sowie der privat verhinderte Levin Göbel.
Wilhelmshavener SSV - HSG Grüppenbühren/Bookholzberg (Samstag, 18 Uhr). Auch wenn die Gäste bereits seit vier Wochen die Meisterschaft sicher haben, dürfte dieses Spitzenspiel noch einmal für Spannung sorgen. Denn der Tabellenzweite aus Wilhelmshaven wird alles daran setzen, der HSG die erste Niederlage in dieser Saison beizubringen. Trotz des sicheren 26:20-Hinspielerfolgs wird das Team von HSG-Trainer Stefan Buß hinreichend gewarnt sein. Denn neben Spielmacher Ruben Eden verfügen die Jadestädter mit Justin Hermann über einen „Shooter“, der mit 199 Treffern die Torjägerliste der Landesliga anführt. Verzichten müssen die Gäste auf Jan-Niklas Ordemann, Carsten Jüchter und Torhüter Jan-Bernd Döhle.
Zwei Neuzugänge
Parallel zum Saisonendpurt laufen in Bookholzberg die Personalplanungen für die kommende Spielzeit in der Verbandsliga. Mit Helge Voigt und Joel Hafemann stellten die Verantwortlichen bereits zwei neue Spieler vor. Der 34-jährige Voigt hat seine sportlichen Anfänge bei der HSG. In Bookholzberg lernte er das Handballspielen praktisch von der Pike auf, durchlief alle Jugendklassen und spielte danach für ein Jahr in der ersten Herren der HSG. Für jeweils eine Saison wechselte er zu Jahn Brinkum (Oberliga) sowie zur TSG Hatten-Sandkrug (Verbandsliga). Als Voigt wegen seines Studiums nach Bielefeld zog, schloss er sich für diese Zeit dem Landesligisten HSG EGB/Bielefeld. 2017 ging es beruflich nach Hamburg, seitdem war er für den FC St. Pauli in der Landesliga aktiv. Nun ist Voigt zurück bei seinem Heimatverein. „Ich habe weiterhin großen Spaß am Handball und möchte mit der Mannschaft erfolgreich sein“, sagt der Linkshänder. Auch Stefan Buß ist zuversichtlich: „Helge wird unsere rechte Angriffsseite weiter verstärken und seine Erfahrung einbringen. Auch wenn er den Altersdurchschnitt etwas erhöht, hilft er der Mannschaft weiter.“
Neuzugang Nummer zwei ist Joel Hafemann von der HSG Delmenhorst. Der 21-Jährige freut sich auf die neue Aufgabe: „Als Kreisläufer will ich noch viel dazulernen und bin gespannt, wie es in der nächsten Saison in der Verbandsliga läuft.“ Der HSG-Coach traut dem Delmenhorster den Sprung zu: „Joel ist ein junger ehrgeiziger Kreisläufer mit guten Ansätzen, der viel Potential hat und sich weiter entwickeln wird.“ Sowohl Hafemann als auch Voigt würden sehr gut in das Mannschaftsgefüge passen, ergänzt Buß.
