Jever/Schortens - Es geht um nichts mehr, nicht einmal mehr um die viel beschriebene Goldene Ananas – und das ist allen Beteiligten auch durchaus recht so. Denn die Landesliga-Handballer der HG Jever/Schortens haben schon am vergangenen Wochenende mit einem Sieg beim VfL Rastede den Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht. Genau dafür war das Trainerteam Jörg König/Enno Bruhnken angetreten. Ihre Mission ist erfüllt. Den großen Knaller haben sie sich trotzdem bis zum Schluss aufbewahrt: Denn Henning Cassens wird als Trainer für die erste Mannschaft in der kommenden Spielzeit zurückkehren und zusammen mit König und Bruhnken die Verantwortung für das Team in der Landesliga übernehmen. Vor dem Abschlussspiel gegen die SG Obenstrohe/Dangastermoor ist somit endlich geklärt, wie es im Trainerstab weitergeht. Mit dem erreichten Klassenerhalt beginnen die weiteren Planungen allerdings spät.
Um die HG-Zukunft nicht bange
Aber auch, wenn einige Spieler den Verein verlassen werden, das Gerüst steht, versichert Jörg König. Mit Torwart Eric Rocker, Rückraumspieler Till Feldmann und Außenspieler Lennart Giljan verlassen mitunter wichtige Stützen der Mannschaft den Verein aus Studiengründen. Unklar sei noch die Zukunft von Christoph Verbücheln, sagt Enno Bruhnken. In den Trainingseinheiten seien zuletzt aber immer bis zu 17 Spieler gewesen, sodass niemandem um die Zukunft der Mannschaft bange ist.
Zunächst Stillschweigen vereinbart
Gerade die Handballer der erfolgreichen A-Jugend werden in Zukunft eine Rolle spielen. Hier soll mit A-Jugendtrainer Thore Linda ein stetiger Austausch gewährleistet sein. Ohnehin wird schon jetzt einmal pro Woche eine gemeinsame Trainingseinheit organisiert. Dass der Austausch weiter verbessert wird, dafür steht auch das neue Trainer-Triumvirat der Männermannschaft. „Ich hätte es gerne schon früher verkündet“, sagt der neue HG-Vorsitzende David Onnen, der sich mit Amtsbeginn direkt um Cassens bemüht hatte. Doch die Trainer hätten angesichts der noch etwas unklaren sportlichen Situation und Zukunft zunächst um Stillschweigen gebeten. „Es ist aber für Friesland ein super Lösung“, findet Onnen, der noch einmal betont, dass diese nur aufgrund der starken mannschaftlichen Leistung im Endspurt der Saison möglich gewesen sei.
Jeder soll spielen
Und gerade die, die sich immer reingekniet haben, aber dann im Spiel nicht immer zum Zug gekommen sind, sollen an diesem Samstag, zur ungewohnten Zeit um 16 Uhr in der Sporthalle an der Jahnstraße, ihre Einsatzzeiten bekommen. „Das haben sie sich einfach verdient“, sagen Enno Bruhnken und Jörg König unisono.
