Hude/Ganderkesee - Jetzt wird es für die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg ernst: Nach langer und intensiver Vorbereitung greift das Team wieder ins Spielgeschehen der Oberliga ein. Zum Auftakt gastiert die Mannschaft vom neuen Trainer Bernd Spille beim ATSV Habenhausen – zu ungewöhnlicher Anwurfzeit in der Hinni-Schwenker-Halle am Sonntag um 18.30 Uhr.
Die Begriffe „neu“ und „ungewöhnlich“ treffen in gewisser Weise auch auf die Oberliga-Staffel Nordsee zu. Denn neu ist für die HSG nicht nur der Trainer, sondern auch ein Großteil des Personals: Sieben Spielerinnen – Mareen Rump, Britt Nölker (beide VfL Oldenburg II), Melissa Steinhoff, Jasmin Jarocki (Werder Bremen II), Charlotte Sommer (Elsflether TB), Maresa Möller (Komet Arsten) und Leonie Voigt (TV Neerstedt) – schlossen sich dem Oberligisten an. Aber auch mit Blick auf die 14er-Staffel gibt es einige Neulinge. So sind bedingt durch Aufstiege, Abstiege oder verbandsinterne Umgruppierungen mit dem HV Lüneburg, SV Höltinghausen, VfL Stade, Komet Arsten, HSG Heidmark und TV Oyten II gleich sechs neue Mannschaften in die Liga gekommen.
Als „ungewöhnlich“ ist derweil die bevorstehende Auf- und Abstiegskonstellation zu bezeichnen. Denn die Einführung einer Regionalliga zur Saison 2024/25 sorgt hier für besondere Spannung. Während der Meister in die 3. Liga aufsteigt, sind die Teams auf den Tabellenplätzen zwei und drei der Oberligen sicher für die neue Regionalliga qualifiziert. Aber auch dahinter können sich die Mannschaften bis Rang sieben Hoffnungen machen, einen Platz in der neuen Spielklasse zu bekommen – gegebenenfalls über Relegationsspiele.
Bis dahin ist es zwar noch lang hin, doch genau das ist das Ziel der HSG Hude/Falkenburg. „Wir wollen auf jeden Fall den Sprung in die Regionalliga schaffen“, bestätigt Spille, der im Drittliga-Absteiger VfL Stade, dem Wilhelmshavener HV, der SG Friedrichsfehn/Petersfehn sowie HSG Heidmark die Favoriten sieht. Auf dem Weg zum eigenen Regionalliga-Ticket wäre ein Auftaktsieg gegen Habenhausen natürlich der optimale Startschuss. Den ATSV kennen die Huderinnen noch aus der Vorsaison, als man beide Partien für sich entscheiden konnte. Da die Bremerinnen mit Katrin Friedrichs und Katrin Salkic zwei Spielerinnen an den TV Oyten II verloren haben, dürfte die HSG auch am Sonntag Favorit sein, wenngleich Rückraumspielerin Lisa-Marie Hillmer urlaubsbedingt nicht dabei ist und auch die verletzten Eske Dörgeloh und Amelie Bredehorst weiterhin ausfallen.
