Elsfleth - Mehr Abstiegsendspiel geht eigentlich nicht: Am Samstag empfangen die Handballer des Elsflether TB um 19.30 Uhr die HSG Delmenhorst in der Stadthalle. Oder in anderen Worten: Der Vorletzte empfängt den punktgleichen Drittletzten. Oder in noch anderen Worten: Der Sieger dieser Partie verbessert seine Ausgangssituation im Kampf um den Klassenerhalt erheblich.
Teams gleichauf
Bis zum vergangenen Wochenende hatte der ETB im direkten Duell die Nase vorn. Doch während der ETB bei der SG Haren mit 21:29 verlor, gewann die HSG ihr Auswärtsspiel beim Vierten SG Achim/Baden mit 35:32. Die SG hatte mit den Elsflethern nach Punkten gleichgezogen und weist das bessere Torverhältnis auf.
Keine Überraschung
Für ETB-Trainer Patrick Tulikowski kam der Delmenhorster Sieg aber nicht überraschend. „Da hat man gesehen, wie gut der Kader von Delmenhorst eigentlich ist“, sagt er. Tulikowski sah die Delmenhorster ursprünglich keineswegs im Abstiegskampf herumtummeln. Sie hätten trotz eines starken Kaders einen schwachen Saisonstart erwischt. „Aber nach Querelen im Verein am Anfang der Saison hat sich das Team gefangen, und die Aufgaben sind dort gut verteilt“, meint Tulikowski.
Der Elsflether Coach hat die Stärken der Gäste natürlich penibel ausgemacht. Besonders die beiden Rückraumspieler Tim Coors und Jörn Janßen schenken den gegnerischen Mannschaften viele Treffer ein. „Die beiden wissen genau, wie man Tore wirft“, sagt Tulikowski. Wie seine Gegenmaßnahmen aussehen, wollte er im Vorfeld nicht verraten. Aber neben der gewohnten 6:0-Deckung schloss er eine offensivere Variante nicht aus.
Personell kann Tulikowski nahezu aus dem Vollen schöpfen, nur Martin Wille wird aufgrund seiner Handverletzung ausfallen. Aber der Coach hat ein gutes Gefühl. „Im Training haben alle Gas gegeben. Ich hatte den Eindruck, dass nun jeder nach dem Motto agiert: Jetzt erst recht“, sagt Tulikowski. Am Samstagabend wissen wir, ob den Worten auch Taten gefolgt sind.
