Edewecht - Mit dem Aufstieg in die Oberliga ist der VfL Edewecht wieder auf die größere Handball-Bühne zurückgekehrt. Deutlich über 700 Besucher sahen am vergangen Sonnabend in der Heinz-zu-Jührden-Halle den entscheidenden 26:22-Sieg über die HSG Delmenhorst. Für Trainer Tobias Weihrauch und seine Spieler war dies ein triumphaler Erfolg nach zunächst verkorkstem Saisonstart mit 0:4 Punkten. „Wir haben hinterher den Aufstieg ausgiebig genossen“, sagte Weihrauch. Er habe zu Beginn der Spielzeit nicht unbedingt damit gerechnet, dass am Ende der Aufstieg steht. Vielmehr sei er davon ausgegangen, dass sich das Team im ersten Jahr erst noch zusammenfinden muss.

Doch schneller als vermutet wurde der VfL zu einer kompakten Einheit. Vor allem die Abwehr habe sich stetig verbessert mit den drei Keepern Schwagereit, Gasiorowski und Fröhlich als starke Rückhalte, betont Weihrauch. Außerdem habe seine Mannschaft immer die riesige Unterstützung durch die Fans gespürt.

Bei Heimspielen waren stets 300 bis 350 Zuschauer auf der Tribüne. Beim Spiel gegen Delmenhorst platzte die Heinz-zu-Jührden-Halle dann mit 750 Besuchern aus allen Nähten. Es waren so viele Zuschauer wie früher kaum zu Zweit- oder Drittligazeiten.

Auch nach der Auflösung der damaligen Mannschaft nach dem letzten Drittligaspiel am 11. Mai vor 800 Zuschauern in Bad Zwischenahn gegen Bayer Dormagen blieb das große Interesse und die Begeisterung am Handball in Edewecht erhalten. Was über Jahre aufgebaut worden war, sollte nicht wie ein Kartenhaus zusammenfallen

Es gelang jedoch zunächst nicht, trotz allergrößter Bemühungen, kurzfristig ein Team für die nächste Drittligasaison und nach dem Rückzug für die Oberliga neu zu formieren. Doch die Edewechter Handballfans blieben am Ball. Auch Enno Frerichs, langjähriger Betreuer bei den Teams vom VfL Edewecht, musste zahlreiche Anfragen beantworten: „Ja wann geht es denn nun wieder los?“

Die Edewechter schafften es, für die neue Saison in der Verbandsliga eine schlagkräftige Truppe zu präsentieren. „Der Zusammenhalt war wieder wie in früheren Jahren“, erklärt Frerichs. Er sieht die Mannschaft vor allem im konditionellen Bereich als überlegen gegenüber den anderen Verbandsligateams an. Die Mannschaft habe es auf jeden Fall verdient, aufzusteigen.

Doch die Saison ist noch nicht vorbei. „Wir wollen natürlich auch Meister werden“, so Frerichs. Dazu fehlt noch mindestens ein Punkt.

Die Edewechter spielen am 9. Mai beim ATSV Habenhausen II (19.30 Uhr) und am 16. Mai zu Hause um 19.30 Uhr gegen den SV Beckdorf II. Hinterher soll es dann heißen: „Aufsteiger und Meister“.