Hoykenkamp - In der Handball-Landesliga der Männer hat die TS Hoykenkamp ihrem Nachbarn HSG Grüppenbühren/Bookholzberg am Wochenende Schützenhilfe geleistet. Die Turnerschaft gewann beim Tabellenzweiten SG Bremen-Ost mit 28:26, der Spitzenreiter selbst löste seine Heimaufgabe gegen Jever/Schortens erfolgreich. Damit kann sich die HSG auf dem Weg zum Titelgewinn jetzt eigentlich nur noch selbst schlagen.

SG Bremen-Ost - TS Hoykenkamp 26:28 (13:18). Mit mehrfachem Ersatz musste die TS Hoykenkamp beim Favoriten in Bremen antreten. Doch zeigten die Gäste eine geschlossen starke Mannschaftsleistung und kamen so zu einem überraschenden Erfolg. Neben „Oldie“ Nico Skormachowitsch halfen auch Ole Goyert, Alexander Kirchhof und Levin Göbel aus, da die Turnerschaft durch etliche Ausfälle doch arg geschwächt schien. Doch lieferte das „Verlegenheits-Team“ eine ganz starke Leistung ab und hatte die Gastgeber besonders in der ersten Hälfte sehr gut im Griff. Dabei hatte Bremen-Ost noch standesgemäß begonnen, denn die Hausherren lagen zu Beginn vorn. Mitte der ersten Hälfte übernahmen aber die Gäste nach Treffern von Sebastian Rabe und dem überragenden Torschützen Andre Haake mit 11:8 die Führung.

In der Abwehr zeigte die Umstellung von einer anfänglichen 4:2- auf eine 6:0-Variante die erhoffte Wirkung, denn die Bremer Angreifer konnten sich kaum noch durchsetzen. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte wechselte Haake dann munter durch und gab allen Akteuren ihre Spielanteile. Als die Gastgeber zunächst Haake und kurze Zeit später auch Rabe in kurze Deckung nahmen, bekamen die Gäste kleine Probleme. Nach dem 25:20 schmolz die Führung bis auf 26:25 zusammen. Doch dann sorgten Rabe und Streckhardt für die Entscheidung. „Unsere Abwehr hatte heute einen großen Anteil an diesem Erfolg“, erklärte Spielertrainer Haake hinterher.

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg - HG Jever/Schortens 31:27 (14:12). Zum ersten Mal seit längerer Zeit musste sich die HSG die Punkte wieder hart erkämpfen, obwohl die Gäste nur mit einem recht kleinen Kader antraten. Dabei profitierten die Gäste von einigen Aktionen ihres Kreisläufers Keno Janßen, der durch häufige Positionswechsel in gute Wurfpositionen kam und diese auch zu Toren nutzte. Nach einer 3:1-Führung ließen die Hausherren einige hochkarätige Chancen liegen, so dass die Gäste immer besser ins Spiel kamen. Besonders Tim Arends organisierte die Jeveraner Offensive sehr gut und sorgte neben dem Spielaufbau auch mit seinen Toren dafür , dass die HG immer im Spiel blieb und schließlich sogar in Führung gehen konnte (10:11). Doch bis zur Pause rückte die HSG die Verhältnisse wieder zurecht und erhöhte im zweiten Abschnitt auf 25:21. Doch die Gäste ließen sich nicht abhängen. Eine Hinausstellung von Sönke Harfst ließ das Spiel noch einmal spannend werden, als die Gäste auf 27:29 herankamen. In der Schlussminute sorgten dann aber Hansel vom Kreis und Ordemann per Gegenstoß dafür, dass nichts mehr anbrannte. „Es war ein hartes Stück Arbeit“, hielt HSG-Trainer Stefan Buß fest. „Wir sind nicht richtig reingekommen, auch unser Tempospiel blieb nur Stückwerk. Aufgrund des Patzers der Konkurrenten bin ich aber zufrieden, dass wir erneut Big-Points holen konnten.“