Bookholzberg - Nach vier sieglosen Spielen in Folge mit drei Niederlagen haben die Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II den Abwärtstrend in der Landesliga Nord gestoppt. Im Nachholspiel gegen TvdH Oldenburg II feierte der Aufsteiger am Mittwochabend einen 32:26 (14:12)-Heimerfolg.

Levin Göbel (am Ball) kassierte mit der TS Hoykenkamp eine Niederlage in Jever.

HANDBALL-LANDESLIGA DER MÄNNER Hoykenkamp und Grüppenbühren/Bookholzberg rutschen nach Auswärtspleiten ab

Heinz Quahs
Hoykenkamp

Von beiden Seiten war es eine eher schwache Begegnung, denn vor allem in der Offensive offenbarten die Teams erhebliche Schwächen im Abschluss sowie im Spielaufbau. In den ersten zehn Minuten schienen die Gastgeber noch gar nicht im Spiel zu sein. Viele Fehlpässe bestraften die Gäste konsequent, unter anderem führten drei Kontertore über Leif Pingel zu einem 4:8 Rückstand (11. Minute). Anschließend wurde die Partie zwar nicht besser, dafür aber ausgeglichener. Marcel Biedermann egalisierte per Siebenmeter zum 10:10 (21.), dank einer Leistungssteigerung stand zur Pause sogar eine Zwei-Tore-Führung für die HSG.

Bis zum 18:18 Mitte der zweiten Hälfte blieb die Begegnung eng, ehe sich bei den Gästen die Fehler häuften. Zudem steigerte sich Jan Dirk Alfs im HSG-Kasten und fischte einige Bälle weg. Über 25:20 zogen die Bookholzberger vorentscheidend davon und brachten den Vorsprung in der hektischer werdenden Schlussphase über die Zeit. „Nach der längeren Durststrecke ohne doppelten Punktgewinn kam dieser Erfolg gerade recht, auch für die Moral ist er sehr wichtig. Allerdings dürfen wir uns in den nächsten Spielen nicht so viele Fehler leisten, denn damit machen wir die Gegner unnötig stark“, resümierte HSG-Trainer Hendrik Kossen.

So geht’s für den Nachbarn weiter

Ligarivale TS Hoykenkamp tritt an diesem Samstag um 15 Uhr zum Auswärtsspiel beim Hagener SV an. Um den Abstand zum angestrebten sechsten Platz nicht noch größer werden zu lassen, sind für die Turnerschaft beim Tabellenzehnten zwei Punkte fast schon Pflicht. Die Gastgeber haben von den bisherigen acht Saisonpartien erst dreimal vor eigenem Publikum gespielt und freuen sich natürlich auf diese Begegnung. TSH-Coach Andre Haake hofft, dass sein Team die letzten beiden Niederlagen gut verdaut hat und motiviert in diese wichtige Partie geht.

Aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen gibt es allerdings erneut einige Fragezeichen, was die Aufstellung angeht. Besonders wichtig wird es sein, dass Hoykenkamp in der Defensive gut steht, um den gegnerischen Angriff um Goalgetter Henrik Puvogel möglichst frühzeitig zu bremsen.

Bereits an diesem Samstag wartet in einem weiteren Heimspiel mit dem Tabellenzweiten HSG Varel II der nächste dicke Brocken auf die HSG-Reserve (Samstag, 19 Uhr). Die Friesländer werden ein anderes Kaliber sein als die Oldenburger. Varel verfügt über eine sehr robuste Abwehr mit starken Torhütern als Rückhalt. Auch im Angriff ist der Tabellenzweite mit seinen druckvollen und sicheren Kombinationen über die Goalgetter Ahlers, Riederer und Rüdebusch brandgefährlich. Kossen sieht den Gegner als Favoriten, spekuliert aber auch auf eine Außenseiterchance: „Der Vorteil ist, dass wir erneut vor eigenem Publikum antreten. Wenn alles passt, können wir den Gegner ärgern.“

HSG: Alf, Kinner, Ludwig – Behrens (3), Biedermann (9/5), Depperschmidt, Hammler (8), Kolpack (3), Lau (1), Mehrings (1), Sprenger, Stolz (4), Wehnert (3)