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Handball-Landesliga der Männer Grüppenbühren/Bookholzberg II verpasst Derbysieg in Delmenhorst knapp

Heinz Quahs
Verpassten im Derby knapp die Überraschung: Die Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II um Eike Kolpack (beim Wurf) verloren 30:31 bei der HSG Delmenhorst II.

Verpassten im Derby knapp die Überraschung: Die Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II um Eike Kolpack (beim Wurf) verloren 30:31 bei der HSG Delmenhorst II.

Holger Martens

Bookholzberg/Hoykenkamp - In der Handball-Landesliga der Männer ist die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II knapp an einer Überraschung vorbeigeschrammt. Dafür brachte die TS Hoykenkamp zwei ganz wichtige Punkte aus Cuxhaven mit.

HSG Delmenhorst II - HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II 31:30 (18:17). Die Delmenhorster übernahmen mit diesem hauchdünnen Heimsieg wieder die Tabellenführung vor der punktgleichen SFN Vechta, die das Auswärtsspiel beim abstiegsbedrohten Hagener SV völlig überraschend mit 32:36 verlor. Dabei mussten die Hausherren mit Tim Coors, Jonte Windels und Lars Walter gleich auf drei wichtige Spieler verzichten und hatten so einige Probleme, ins Spiel zu finden. „Es war vermutlich fast nie leichter, hier etwas Zählbares mitzunehmen“, ärgerte sich Gäste-Trainer Hendrik Kossen hinterher über die verpasste Chance seiner Mannschaft.

In der ersten Hälfte blieb es immer eng. Die Kossen-Sieben hatte den besseren Start und lag nach acht Minuten mit 5:3 vorn. Anschließend wechselte die Führung mehrfach, und es war offensichtlich, dass beide Abwehrreihen nicht ihren besten Tag hatten. Die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte gehörten erneut den Gästen, ihr an diesem Tag bester Torschütze Eike Kolpack sorgte für die erneute 21:20-Führung. Doch mit der Hereinnahme von Keeper Christian Peuser zu Beginn der zweiten Hälfte änderte sich das Bild, denn mit seinen zum Teil tollen Paraden zog der Delmenhorster den gegnerischen Angreifern den Zahn.

Bester Werfer der TSG: Mirko Menkens erzielte am Samstag sechs Tore.

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Michael Hiller
Sandkrug

In der Folge übernahmen die Gastgeber die Initiative. Doch auch nach dem 27:24 durch Hendrick Schmitz (49.) blieb Grüppenbühren/Bookholzberg hartnäckig dran. Als Kolpack dann aber mit einem Strafwurf an Peuser scheiterte, nutzte Raphael Schween den Gegenzug zum 31:28 und die Entscheidung (59.). Gäste-Coach Kossen trauerte den verlorenen Punkten etwas hinterher: „Wir haben zu viele klare Chancen durch technische Fehler und Abschlussschwächen liegen gelassen.“ Er lobte Tammo Mehrings, der im Angriff mit vielen guten Aktionen und fünf Toren geglänzt habe.

Telegramm

Delmenhorst: Hoppe, Peuser – Malte Coors, Cordes, Eilers (4), Kalthoff (2), Knauer, Ludwig (2), Fino Oetken (9/2), Schenk (1), Schmitz (6), Schween (4), Stilke (3)

Grüppenbühren/Bookholzberg: Ludwig – Behrens (1), Biedermann (7), Depperschmidt (3), Hammler (3), Jüchter, Eike Kolpack (6/1), Mehrings (5), Sprenger (2), Stolz (2), Uhlhorn (1), Weete, Wehnert

Siebenmeter: Delmenhorst 2/2, Grüppenbühren/Bookholzberg 4/1

Zeitstrafen: Delmenhorst 1, Grüppenbühren/Bookholzberg 2

Starker Auftritt: Nicklas Oetjen erhielt ein Sonderlob von Hoykenkamps Trainer Andre Haake

Starker Auftritt: Nicklas Oetjen erhielt ein Sonderlob von Hoykenkamps Trainer Andre Haake

TSV Altenwalde - TS Hoykenkamp 29:35 (6:14). Dank des vierten Saisonsiegs meldete sich die TS Hoykenkamp im Kampf um die Verbandsliga-Qualifikationsplätze zurück. Den Grundstein für diesen wichtigen Erfolg legten die Gäste mit einer bärenstarken ersten Hälfte. Spielertrainer Andre Haake war hinterher stolz auf seine Mannschaft, lobte besonders Sisco Hillmann, Nicklas Oetjen und Loris Meyer. Den drei Youngstern steckte bereits ein A-Jugend-Landesligaspiel in den Knochen, ehe sie sich mit den TSH-Herren auf den Weg nach Altenwalde machten. „Sie haben ihre Aufgaben super gelöst“, betonte Haake. So habe Oetjen es geschafft, in der ersten Hälfte in der Abwehr den gegnerischen Goalgetter Mirko Neu fast komplett aus dem Spiel zu nehmen. Zudem zeigten alle drei Spieler in der Offensive gute Leistungen.

Amelie Bredehorst (am Ball) erzielte sechs Treffer für die HSG Hude/Falkenburg gegen Lüneburg.

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Michael Hiller
Ganderkesee

Ein weiterer Faktor war die aufmerksame Abwehr gerade in der ersten Halbzeit. Jannick Willmer als vorgezogener Deckungsspieler sorgte dafür, dass Altenwalde kein druckvolles Angriffsspiel aufziehen konnte. Gerade einmal sechs Gegentore fing sich die Turnerschaft bis zur Pause. Da die eigenen Chancen gut genutzt wurden, gelang es den Gästen, sich auf acht Tore abzusetzen. Auch zu Beginn der zweiten Hälfte bestimmten die Landkreisler weiterhin das Spiel und hielten ihren Gegner über 20:12 (Malte Kasper/40.), 22:13 (Tim Sasse) und 27:18 (Nicklas Oetjen/49.) deutlich auf Distanz. Als Andre Haake fünf Minuten vor Schluss das 34:25 erzielte, war die Partie gelaufen. Dem TSV gelang danach nur noch etwas Ergebniskosmetik.

„Es hat sich gelohnt, dass wir einen Bus eingesetzt haben, denn die vielen Fans haben uns super unterstützt. Das hat uns auch geholfen, solch eine Leistung abzurufen“, sagte Haake. Nun gelte es, eine Serie zu starten, um das angestrebte Ziel zu verwirklichen. „Das wird noch ein richtig harter Weg werden“, weiß der Spielertrainer.

TSH: Kleefeldt, Schäfer – Haake (9/1), Hillmann, Hörner (2), Dustin Kasper (5), Malte Kasper (3), Meyer (1), Oetjen (2), Rabe (5/3), Sasse (3/1), Streckhardt (4), Wessels, Willmer (1)

Siebenmeter: TSV 6/4, TSH 7/5

Zeitstrafen: TSV 5, TSH 6

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