Jever/Varel - Der Knoten ist geplatzt: Durch den lang ersehnten zweiten Saisonsieg haben die Landesliga-Handballer der HG Jever/Schortens am Samstag die rote Laterne an SVGO Bremen weitergegeben. Derweil mussten sich die Frauen der HSG Varel bereits am Freitagabend im Spitzenspiel knapp geschlagen geben.
Männer: HG Jever/Schortens - TS Hoykenkamp 27:25 (15:12). Einen Start-Ziel-Sieg der Jeverländer, ohne ein einziges Mal in Rückstand zu geraten, das hat es schon länger nicht mehr gegeben. Umso größer war die Freude und Erleichterung in der Jahnhalle über den zweiten Saisonsieg. Zumal wegen Erkrankungen, Verletzungen und beruflich bedingt diesmal nur acht Feldspieler im HG-Kader standen – darunter der aushelfende Routinier Sören Krebst aus der Zweiten.
„Wir wollten von Anfang an aus einer vernünftigen Abwehr heraus nach Ballgewinnen Tempo gehen – und das hat super funktioniert“, freute sich Henning Cassens vom HG-Trainertrio. Auch die schnelle Mitte nach Gegentoren sei gut umgesetzt worden.
So waren die Gastgeber vor dem Seitenwechsel beim 12:8 (25.) erstmals auf vier Tore davongezogen. Doch glichen die Gäste, bei denen der verletzte Spielertrainer Andre Haake nur von der Seitenlinie Regie führen konnte, nach der Pause beim 16:16 (36.) erstmals wieder aus. Nach dem 25:22 (51.) mussten die Hausherren in Unterzahl noch einmal den Anschlusstreffer zum 25:24 hinnehmen (58.). Aber sie brachten den Vorsprung trotz offener Manndeckung der Hoykenkamper über die Zeit.
Nun liegt bei der HG der ganze Fokus auf dem Nachbarschaftsduell am kommenden Samstag (18 Uhr) beim favorisierten Wilhelmshavener SSV. „So ein Sieg direkt vor dem Derby tut da natürlich doppelt gut“, betonte Cassens.
HG Jever/Schortens: Gräf, Schopp – Krebst 1, Laurinat 4, Schönheim 3, Lohner 3, Bergmann 5, Fischer 2, Palum 4, Arends 5/2.
Frauen: TV Dinklage - HSG Varel 32:30 (18:15). Zwar waren die als Tabellendritte angereisten Varelerinnen beim verlustpunktfreien Spitzenreiter über weite Strecken der umkämpften Partie einem knappen Rückstand hinterhergejagt, doch ließen sie über Zwischenstände von 3:4 (7.) und 10:12 (19.) vor der Pause sowie 16:16 (36.) 20:23 (39.) und 25:28 (49.) nie abreißen. In der hitzigen Schlussphase verkürzte Lea Lissewski auf 29:30 (58.), ehe Varels torgefährlichste Angreiferin, Angie Geschke, eine doppelte Zwei-Minuten-Strafe (59.) kassierte und die HSG in Unterzahl das 29:31 hinnehmen musste. Somit reichte es nicht mehr zur Wende.
HSG Varel: Ohlenbusch, Kuhlmann, Heimburger, Siebels 3, Junker, Jochens 4 /3, Fischer, Lissewski 3, Heyen 2, Johanning 7, Koring, Geschke 9, Cassens 2.
