Jever/Schortens - Der Druck für die Landesliga-Handballer der HG Jever/Schortens wird auf der Zielgerade der SaIson nochmal größer. Der Grund: Die im Abstiegskampf befindliche Mannschaft von Trainer Enno Bruhnken muss damit planen, dass ein zusätzlicher Verein den Gang zurück in die Regionsebene antreten muss. Neben den beiden Regelabsteiger steigt nach jetztigem Stand auch der Tabellenzwölfte der Landesliga ab. Genau auf diesen Rang steht aktuell die HG vor dem nächsten Heimspiel. Am Samstag um 18 Uhr empfängt Jever/Schortens in der Jahnhalle die HSG Delmenhorst II, die im Hinspiel nach einer Aufholjagd in der zweiten Halbzeit knapp mit 27:26 bezwungen wurde.
„Wir haben alles noch in der eigenen Hand“
„Aufgrund der gleitenden Skala mussten wir damit rechnen, dass zusätzliche Absteiger ein Thema sind. Deswegen haben wir das nicht groß in der Mannschaft besprochen“, sagt Bruhnken. „Wir haben alles noch in der eigenen Hand, das ist wichtig, vor allem weil wir noch gegen viele direkte Konkurrenten spielen.“
Auch der kommenden Gegner ist in der Tabelle nicht allzu weit entfernt. Bei einem Sieg würden die Gastgeber bis auf zwei Punkte an die Delmenhorster heranrücken. Viel wichtiger aber: Mit einem erfolgreichen Auftritt am Samstag winkt der Nichtabstiegsplatz. Ein Weg zum Erfolg wird laut Bruhnken über eine kompakte Defensive führen: „Delmenhorst hat viele Spieler, die im Eins gegen Eins stark sind. Wenn unsere 6:0-Abwehr gut steht, sind wir aber in der Lage, das in den Griff zu bekommen.“ Aus einer geschlossenen Defensive heraus hofft der HG-Trainer, das Tempospiel forcieren zu können. „Unser Ziel muss es sein, Ballgewinne zu erzielen und dann umzuschalten. Wir brauchen die einfachen Tore aus dem Gegenstoß.“
Anleihen aus anderen Teams
Mit Blick auf die personelle Lage ist die HG gut aufgestellt. Ausfälle drohen aktuell keine. Außerdem sollen Spieler aus der A-Jugend und der dritten Mannschaft den Kader verstärken. „Die Erfahrung der Akteure aus der Dritten hat uns schon im letzten Spiel geholfen. Deshalb werden wir wieder darauf zurückgreifen“, erklärt Bruhnken.
Da beide Mannschaften nahezu zeitgleich gefordert sind, wird erst spontan entschieden, welche Spieler bei der Ersten und eben nicht in ihrer angestammten Mannschaft auflaufen. Weiter plant der HG-Coach auch damit, dass A-Jugendliche den Kader verstärken. Bruhnken: „Die Voraussetzungen sind gut. Und wenn wir so Auftreten wie beim Sieg gegen Rastede zuletzt, mache ich mir keine Sorgen, dass die Punkte am Ende auf unserem Konto landen.“
