Hoykenkamp/Bookholzberg - Starke Nerven bewiesen die Handballer der TS Hoykenkamp, die sich im Verfolgerduell der Landesliga gegen den Wilhelmshavener SSV hauchdünn mit 28:27 durchsetzten. Dagegen wird die Luft für die Frauen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg nach ihrer Niederlage im Kellerduell immer dünner.
Männer-Landesliga
TS Hoykenkamp - Wilhelmshavener SSV 28:27 (12:12). In der ersten Halbzeit spielten beide Teams mit offenem Visier. Besonders Dustin Kasper, der gerade erst seine schwere Verletzung auskuriert hatte, und Levin Göbel sorgten mit ihren Aktionen für eine Belebung in der Offensive. In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte rührte die Hoykenkamper Defensive mit dem überzeugenden Keeper Gregor Kleefeldt dann Beton an und ließ keinen weiteren Gegentreffer zu. Als Spielertrainer Andre Haake per Strafwurf auf 17:12 erhöhte, schien die Turnerschaft bereits in der richtigen Spur zu sein und steuerte bis zum 21:16 einem sicheren Sieg zu.
Doch in der insgesamt hektischen und umkämpften Begegnung bliesen die Jadestädt zur Aufholjagd, nutzten einige Überzahlphasen und kämpften sich heran. Beim 27:27 eine Minute vor dem Ende war alles wieder möglich. Der letzte Angriff der Turnerschaft brachte dann aber die Entscheidung, denn wenige Sekunden vor dem Abpfiff setzte sich Sebastian Rabe energisch gegen die gegnerische Abwehr durch und konnte nur durch ein grobes Foul gestoppt werden. Die Unparteiischen gaben dem fehlbaren Spieler die Rote Karte und entschieden auf Strafwurf, den Rabe zum umjubelten Siegtreffer nutzte. Haake zeigte sich hinterher zufrieden: „Wir konnten endlich wieder in unserer altbewährten Aufstellung antreten. In der ersten Hälfte haben wir das Spiel phasenweise dominiert, uns jedoch nicht wirklich absetzen können. Am Ende hatten wir auch das nötige Quäntchen Glück.“
Frauen-Landesliga
SG Obenstrohe/Dangastermoor - HSG Grüppenbühren/Bookholzberg 32:29 (15:15). Bei den HSG-Frauen klingeln die Abstiegs-Alarmglocken immer schriller. Jede der vier noch ausstehenden Partien wird nun zu einem Endspiel um den Klassenerhalt für das Team von Trainer Hendrik Kossen. Dabei hatte sich der HSG-Coach im Vorfeld ein wenig mehr erhofft, dabei allerdings wohl auch nicht mit dem Einsatz von Angie Geschke gerechnet. Die ehemalige Bundesliga-Spielerin setzte mit ihrer Übersicht ihre Mitspielerinnen immer wieder gekonnt in Szene und erzielte selbst acht entscheidende Treffer.
In der ersten Halbzeit agierten die Gäste auf Augenhöhe, besonders die Deckung zeigte sich aufmerksam und hatte in Torhüterin Lena Dreyer einen starken Rückhalt. Im Angriff zeigte Wiebke Depperschmidt, die am Ende mit 13 Treffern beste Werferin des Spiels war, wo es lang geht. Auch Laura Timmermann und Emily Tippl wurden von ihr immer wieder gut in Szene gesetzt.
Zu Beginn der zweiten Hälfte stellten die Gastgeberinnen ihre Deckung auf eine 5-1-Formation um. Damit hatte die HSG einige Probleme. Die Folge waren immer wieder einfache Ballverluste, die von der SG zu schnellen Toren genutzt wurden. Da aber der kämpferische Einsatz stimmte, blieb die HSG weiterhin dran. Nach einem Doppelschlag von Depperschmidt zum 26:26 keimte noch einmal Hoffnung auf, doch fehlten in der Schlussphase die Kraft und die nötige Konzentration beim Torwurf, um etwas mitzunehmen. „Da wäre für uns mehr drin gewesen“, stellte Kossen nach dem Abpfiff fest.
