Höltinghausen/Goldenstedt - Zwischendurch dürften sie den Siebenmeter an sich verflucht haben. Siebenmal waren sie vom Siebenmeter-Punkt aus gescheitert. Nur vier von elf Strafwürfen hatten sie verwandeln können. Keine Frage, die Handballerinnen des SV Höltinghausen ließ am Freitag nicht kalt, dass sie mit einem Sieg bei Frisia Goldenstedt Meister der Landesliga werden konnten. Am Ende war es dann aber ausgerechnet so ein Siebenmeter, der den SVH direkt in den siebten Himmel führte: Als Ann-Kristin Barske 15 Sekunden vor Schluss per Strafwurf zum 25:23 für den SVH traf, war das Titelrennen beendet. Der SV Höltinghausen ist nach dem 25:23-Erfolg bei Frisia Goldenstedt wie bereits berichtet vor dem letzten Spieltag Meister und Oberliga-Aufsteiger. Das letzte Spiel gegen Kreisrivale TV Cloppenburg, der am Samstag zu Hause gegen Vorwärts Nordhorn 38:26 gewonnen hat, wird zum reinen Prestige-Duell. Das Team von Marvin Muche und Kerstin Wichmann ist diesen Samstag ab 18 Uhr Gastgeber des TVC.Frisia Goldenstedt - SV Höltinghausen 23:25 (9:11). Obwohl der Gast, der einen Sieg zum vorzeitigen Titelgewinn brauchte, fast durchgehend geführt hatte, wurde die Schlussphase für „Hölting“ zur Hölle. Hatte sich der SVH doch einfach nicht richtig absetzen können und in der 56. Minute auf einmal 21:22 zurückgelegen. Nun drohte der Freitag zum Frisia-Freudentag zu werden statt zum Tag des Höltinghauser Hochgefühls. Doch der SVH kämpfte und führte schließlich kurz vor Schluss 24:23, als Barske zum Siebenmeter antrat – und durch ihren Treffer in Goldenstedt zur Frau mit dem goldenen Arm wurde...

SVH: Louisa Reinke, Tabea Lampe - Franziska Brinkmann, Mattea Ivankic, Lena Walter (4), Greta Menke (1), Ylva Lentz (3), Ann-Katrin Felstermann (2), Sarah Ebendt (2), Elisa Fangmann (4), Stefanie Wienken, Ann-Kristin Barske (8/5), Emily Fischer (1).TV Cloppenburg - Vorwärts Nordhorn 38:26 (19:5). Der TVC, der laut Trainerin Slawka Jezierska nach der Niederlage gegen Brandlecht-Hestrup nicht lange dem zerstörten Titel-Traum nachgetrauert hat, machte am Samstag in kurzer Zeit alles klar: Nur fünf Tore kassierten die Cloppenburgerinnen in Hälfte eins, so dass die Partie beim Stand von 19:5 in der Pause entschieden war. „In Hälfte zwei haben wir dann im Angriff viele Bälle verworfen“, erklärte Jezierska, warum der Vorsprung noch etwas geschmolzen ist.

TVC: Lena Backhaus, Jasmin Oppermann - Lena Büssing (7), Lia Kröger (1), Barbara Esch (2), Britt-Sophie Kohlsdorf (8), Nele Heinen (1), Tina Deeben, Wiebke Neelen (2), Lisa Fehlinger (3), Josephine Franzke (1), Franziska Jürgens (2), Alisha Aumann (7/3), Klara Germann (4).

Steffen Szepanski
Steffen Szepanski Redaktion Münsterland (Lokalsport)