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Handball am Wochenende Harter Abstiegskampf für Teams des TV Neerstedt

Michael Hiller
Michael Hiller Heinz Quahs
Julian Hoffmann (beim Wurf) steckt mit dem TV Neerstedt tief im Abstiegskampf

Julian Hoffmann (beim Wurf) steckt mit dem TV Neerstedt tief im Abstiegskampf

Michael Hiller

Landkreis - Nach der zweiwöchigen Osterpause biegen die Handballteams aus dem Landkreis nun in den Saisonendspurt. Dabei steht für die eine oder andere Mannschaft noch einiges auf dem Spiel – besonders in Neerstedt ist harter Abstiegskampf angesagt.

Frauen-Oberliga

TV Neerstedt - SV Werder Bremen (Samstag, 17 Uhr). Im Kellerduell treffen die Neerstedterinnen als Tabellenelfter auf die direkt hinter ihnen liegenden Bremerinnen. Werder weist mit 13:27 Zählern einen Punkt weniger auf als Neerstedt (14:26) und belegt aktuell den Relegationsplatz – die Bedeutung dieser Begegnung ist somit schnell erkennbar. Zumal die Teams auf den direkten Abstiegsrängen ebenfalls direkt dahinter lauern. Bremen gilt gemeinhin als eine „Wundertüte“, was das spielende Personal betrifft. Insgesamt hat sich der Gegner gut entwickelt und einige junge Spielerinnen integriert. Allerdings glänzten die Bremerinnen bislang überwiegend in eigener Halle, auswärts konnte das Team erst ein Remis verbuchen und noch kein einziges Spiel gewinnen.

Nichtsdestotrotz erwartet Neerstedts Trainerin Cordula Schröder-Brockshus ein schweres Spiel. Nachdem die Landkreislerinnen das Hinspiel mit 30:28 gewinnen konnten, gehen sie zuversichtlich in die Partie. Bis auf Celina Struß, hinter deren Einsatz noch ein Fragezeichen steht, kann Schröder-Brockshus in stärkster Besetzung antreten.

HSG Hude/Falkenburg - TuS Jahn Hollenstedt (Sonntag, 16.30 Uhr). Nachdem sich die Huderinnen mit zwei überzeugenden Siegen in die Osterpause verabschiedet hatten, wollen sie nun in der Ganderkeseer Sporthalle Am Steinacker mit einem weiteren Erfolg gegen Hollenstedt direkt nachlegen. Beide Teams sind in der Tabelle benachbart, Hollenstedt liegt mit 21:19 Punkten auf Platz sechs hauchdünn vor der HSG (20:20).

Im Hinspiel kassierten die Schützlinge von Trainer Lars Osterloh eine herbe 22:33-Niederlage, konnten damals allerdings nur mit einer Rumpftruppe antreten. Nun wollen die heimstarken Landkreislerinnen den Spieß natürlich umdrehen, zumal sie seit dem 25. September in eigener Halle keinen Punkt mehr abgegeben haben. „Es ist ganz klar unser Anspruch, zu gewinnen und an Hollenstedt vorbeizuziehen“, kündigt Osterloh an. Dafür müsse seine Mannschaft vor allem an die zuletzt gezeigten starken Abwehrleistungen anknüpfen. Was seine Aufstellung angeht, spricht der HSG-Coach indes von einer kleinen Lotterie. „Wir haben im Moment einige angeschlagene Spielerinnen.“

Männer-Verbandsliga

HSG Seevetal-Ashausen - TV Neerstedt (Samstag, 18.30 Uhr).Da mittlerweile feststeht, dass zwei Mannschaften aus der 3. Liga in den Bereich des HVNB absteigen, müssen am Saisonende vier Teams die Verbandsliga verlassen. Für den TV Neerstedt ist dies keine gute Nachricht, denn als Tabellenzwölfter (14:25 Punkte) nimmt das Team von Coach Andreas Müller plötzlich einen direkten Abstiegsplatz in der 15er-Staffel ein.

Umso wichtiger werden nun die acht noch ausstehenden Partien. Der kommende Gegner nimmt Rang sechs ein und dürfte mit seinen 21:19 Punkten so gut wie gerettet sein. Im Hinspiel musste sich der TVN mit einem 24:24 zufrieden geben, obwohl man Seevetal/Ashausen lange beherrscht hatte. Das soll jetzt im Rückspiel wieder gerade gezogen werden. „Ich möchte nach dem Schlusspfiff ein Tor mehr als beim Gegner auf der Anzeigetafel sehen – dafür wird mein Team alles geben“, betont Müller.

Um optimal gerüstet zu sein, hat seine Mannschaft bereits am Ostermontag mit der Vorbereitung auf das Spiel begonnen. Müller weiß, dass in Seevetal die Zuschauer eine große Rolle spielen werden, denn die zahlreichen Fans peitschen ihr Team über 60 Minuten nach vorne. Allerdings hat der Neerstedter Coach dagegen ein Mittel: „Ein gut gefüllter Bus mit zahlreichen Fans wird uns begleiten, so dass auch wir mit viel Unterstützung rechnen können.“ Jakob Poppe wird dem TVN aus privaten Gründen fehlen, hinter dem Einsatz von Stjorven Schröder und Florian Schrader steht ein Fragezeichen.

TSG Hatten-Sandkrug - TSV Daverden (Samstag, 19.30 Uhr). Vor einem wesentlich entspannteren Saisonfinale stehen die Hatter Handballer. Als Tabellenvierter sind sie jenseits von Gut und Böse. „Es geht für uns darum, die überzeugende Form aus den letzten Spielen fortzuführen, die guten Ansätze im Angriffsspiel weiter zu entwickeln und die Saison auf diese Weise erfolgreich zu Ende zu bringen“, blickt TSG-Coach Lars Kampmann voraus.

Seine Mannschaft lief vor Ostern tatsächlich zu toller Form auf und legte einen beeindruckenden Lauf hin. Seit dem Hinspiel in Daverden, das mit 30:24 gewonnen wurde, kam die TSG in insgesamt 14 Partien auf eine Ausbeute von 21:7 Punkten. Lediglich gegen die Topteams OHV Aurich II und Wilhelmshavener HV II gab es zwischenzeitlich Niederlagen. „Diesen Lauf wollen wir weiter ausbauen“, hofft Kampmann.

Dagegen steht der Gegner aus dem Landkreis Verden als Tabellenvorletzter mit dem Rücken zur Wand und braucht im Abstiegskampf jeden Punkt. „Sie werden gegen uns alles reinhauen“, vermutet der TSG-Trainer, der personell aus dem Vollen schöpfen kann. Was Daverden zu leisten imstande ist, bewies das Team kurz vor den Ferien, als man den Tabellenführer aus Aurich in eigener Halle mit 35:29 besiegte. Auswärts holte der TSV bislang jedoch erst einen Sieg. „Deswegen bin ich froh, dass wir zu Hause spielen“, schmunzelt Kampmann.

Frauen-Landesliga

SG Obenstrohe/Dangastermoor - HSG Grüppenbühren/Bookholzberg (Samstag, 15 Uhr). Für die Gäste ist es bereits ein kleines Endspiel im Abstiegskampf, denn die Friesländerinnen nehmen in der Tabelle mit zwei Pluspunkten Vorsprung unmittelbar vor der HSG den Relegationsplatz ein. Im Hinspiel vergaben die Bookholzbergerinnen bei der 22:25-Heimniederlage recht fahrlässig die Chance, sich in eine bessere Position zu bringen. HSG-Trainer Hendrik Kossen bereitet sein Team sehr intensiv auf diese Begegnung vor und legt dabei das Hauptaugenmerk auf eine kompakte Deckung, die die gegnerischen Goalgetterinnen Isabelle Cassens und Melanie Johanning bremsen soll. Bis auf die Langzeitverletzten kann der HSG-Coach auf sein komplettes Team zurückgreifen.

Michael Hiller
Michael Hiller Redaktion Wildeshausen (Lokalsport)
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