Cloppenburg - Die Vizemeisterschaft in der Oberliga Nordsee haben die Handballer des TV Cloppenburg bekanntlich schon sicher, eine kleine Chance besteht vor dem letzten Spieltag aber auch noch auf den Titelgewinn. Der ist aber gar nicht mehr unbedingt für den Aufstieg in die Dritte Liga nötig, wie sich an diesem Dienstag herausgestellt hat. Der Meister der Oberliga Niedersachsen, Handball Hannover-Burgwedel, hat die bis Montag gelaufene Frist zur Meldung für die nächsthöhere Klasse aus „finanziellen und sportlichen Gründen“ verstreichen lassen. Das bedeutet, dass die beiden Vizemeister der Oberligen an den Wochenenden 3./4. und 10./11. Juni Relegationsspiele um den freigewordenen Platz in der dritten Liga bestreiten – sofern beide für Liga drei gemeldet haben. Auf den TV Cloppenburg trifft das ebenso zu, wie einer der zwei Geschäftsführer der TVC GmbH, Maik Niehaus, am Dienstag auf Anfrage bestätigte, wie auf den Oberliga-Niedersachsen-Vizemeister MTV Großenheidorn. Hätte dieser verzichtet, wäre der andere Vizemeister sogar direkt ohne Relegation aufgestiegen.
„Wir hatten für die dritte Liga für den Fall gemeldet, dass wir noch Meister werden. Aber diese Entwicklung kam für uns unerwartet“, sagt Niehaus, der auch sportlicher Leiter des TVC ist. „Der Aufstieg wäre die folgerichtige Wertschätzung der Leistung unserer Jungs in dieser Saison. Zumal wir alles versucht hatten, um das im Meisterschaftsrennen wohl entscheidende Heimspiel gegen den VfL Fredenbeck wegen unserer großen Personalprobleme zu verlegen, woraus bekanntlich nichts geworden ist“, so Niehaus.
„Auch das Team ums Team hat ein Jahr lang für den sportlichen Erfolg gebuckelt. Aber für einen Platz in Liga drei müssten wir uns finanziell strecken. Da wäre zusammen mit unseren Sponsoren ein Kraftakt nötig. Und wenn der Etat nicht gesichert ist, werden wir sicher nichts übers Knie brechen“, macht Niehaus klar, dass noch einiges zu klären ist.
