Neerstedt/Ganderkesee - Abstiegskampf pur in der Handball-Oberliga der Frauen: Der TV Neerstedt als Tabellenvorletzter empfängt an diesem Samstag das Schlusslicht vom ATSV Habenhausen. Auch die HSG Hude/Falkenburg erwartet einen „Nachbarn“ – allerdings im oberen Tabellenbereich.
TV Neerstedt - ATSV Habenhausen (Samstag, 17 Uhr). Dieses Vierpunktespiel ist für die Gastgeberinnen extrem wichtig, denn nur mit einem Sieg kann das Team von TVN-Trainerin Cordula Schröder-Brockshus den Abstand zu den Gästen erhöhen und gleichzeitig auch noch den MTV Tostedt überflügeln. Co-Trainerin Desiree Görzel ist in einer intensiven Vorbereitung darum bemüht, die Fehler aus dem letzten Heimspiel gegen die HSG Heidmark (25:32) aufzuarbeiten und die „Basics“ wieder in den Vordergrund zu stellen. Besonders im Angriff müssen die Gastgeberinnen den Ball konzentrierter laufen lassen und die sich bietenden Chancen besser nutzten. Görzel hofft, dass auch die Abwehr wieder zu gewohnter Stärke findet. Das besondere Augenmerk gilt Goalgetterin Rathmann, die Dreh- und Angelpunkt des ATSV-Angriffs ist.
„Die Tagesform wird eine wichtige Rolle spielen“, glaubt Görzel. „Und es ist vor allen Dingen eine Sache der Einstellung, wir müssen immer den Kopf oben behalten. Wenn wir es schaffen, unser eigenes Spiel durchzubringen, sollten wir die Punkte behalten.“ Bis auf Celina Struß kann die Neerstedter Trainerin auf das komplette Team zurückgreifen.
HSG Hude/Falkenburg - HV Lüneburg (Sonntag, 16.30 Uhr). Auch für HSG-Trainer Bernd Spille und sein Team steht „ein wichtiges Spiel“ an – und es könnte bereits für eine Vorentscheidung im Kampf um Tabellenplatz drei sorgen. „Dafür müssen wir gewinnen“, sagt Spille. Aktuell liegt Hude/Falkenburg (27:11 Punkte) auf dem begehrten dritten Rang, der am Saisonende das sichere Ticket für die Regionalliga bedeutet. Lüneburg (23:15) folgt mit vier Zählern Rückstand auf Position vier. „Wir könnten unseren Vorsprung also weiter ausbauen“, weiß der HSG-Coach. Im Hinspiel kassierten die Landkreislerinnen jedoch eine 24:27-Niederlage. „Ganz unnötig“, erinnert sich Spille nur ungern zurück. Damit die Punkte diesmal in der Ganderkeseer Sporthalle Am Steinacker bleiben, muss die HSG-Abwehr vor allem das torgefährliche Quartett Rika Spiller, Svenja Glas, Swantje Grote und Anne-Christine Miniers in den Griff bekommen. Um optimal vorbereitet zu sein, hatte Spille für diese Woche drei Trainingseinheiten angesetzt.
