Ganderkesee/Neerstedt - Spitzenspiel und Kellerduell: In der Handball-Oberliga der Frauen könnte das Programm für die HSG Hude/Falkenburg und den TV Neerstedt an diesem Wochenende kaum gegensätzlicher sein.
Für den Tabellendritten HSG Hude/Falkenburg kommt es in der Ganderkeseer Sporthalle Am Steinacker am Sonntag um 16.30 Uhr zum Topspiel mit dem Zweitplatzierten, TuS Jahn Hollenstedt. Beide Teams verfügen über die besten Abwehrreihen der Liga, zudem hat Jahn in Nele Nickel eine brandgefährliche Torjägerin. Der Gegner aus dem Landkreis Harburg gehört generell nicht zu den Lieblingsgegnern der HSG und ging in der Vergangenheit meistens als Sieger aus der Halle. So auch im Hinspiel, das Hollenstedt mit 24:20 für sich entschied. „Die Punkte wollen wir uns jetzt natürlich zurückholen“, betont HSG-Trainer Bernd Spille. Seine Mannschaft kann nach einer Serie von zuletzt acht Siegen in Folge mit großem Selbstbewusstsein auftreten, zumal man sich mit 25:9 Zählern vom Tabellenvierten HV Lüneburg (21:13) etwas abgesetzt hat. Allerdings sind Hollenstedt (30:4) und Spitzenreiter VfL Stade (31:3) auch noch etwas weiter entfernt.
Unabhängig davon hat die HSG einen weiteren Neuzugang für die kommende Saison bekanntgegeben. Lena Klöcker wechselt vom VfL Oldenburg II zum Oberligisten. Die 19-jährige angehende Abiturientin spielt auf der Rechtsaußenposition. „Sie ist eine erstklassige Drittligaspielerin, die auch schon Bundesligaluft geschnuppert hat. Wir freuen uns sehr über diese Verpflichtung, die unsere beiden Rechtsaußen wohl zum besten Duo der Liga macht“, sagt HSG-Trainer Spille. Klöcker selbst, die mit elf Jahren beim VfL angefangen hat, ist von ihrer zukünftigen Mannschaft überzeugt. „Ich wurde direkt sehr herzlich aufgenommen, außerdem gefällt mir das Umfeld sehr gut.“
Derweil tritt der TV Neerstedt zum Abstiegskampf beim MTV Tostedt an (Samstag, 17 Uhr). Für die Gäste als Tabellenletzter ist es ein Vierpunktespiel. „Allerdings spielen wir auswärts, und in der Halle darf kein Ballharz benutzt werden. Das ist schon ein Nachteil, worauf sich mein Team erst einmal einstellen muss“, sagt TVN-Trainerin Cordula Schröder-Brockshus. Trotzdem hofft sie, dass ihre Mannschaft mit der „Jetzt-erst-recht-Situation“ klarkommt und alles in die 60 Minuten reinlegen wird. Verzichten muss Schröder-Brockshus auf Delia Mathieu (verletzt), auch hinter dem Einsatz von Johanna Stolle, Nadja Kunz und Torhüterin Sina Huntemann steht noch ein großes Fragezeichen.
