Neerstedt/Hude - Die Handballerinnen des TV Neerstedt laufen in der Oberliga nach drei Spieltagen weiter hinterher. Auch im Heimspiel gegen Aufsteiger Komet Arsten gingen die Neerstedterinnen am Samstagabend leer aus. Ein verdientes Remis erkämpfte sich die HSG Hude/Falkenburg bei der HSG Heidmark und verteidigte damit vorerst die Tabellenführung.
TV Neerstedt - TuS Komet Arsten 27:30 (18:18). Viel fehlte nicht für die Neerstedter Handballerinnen – doch auch gegen Arsten verpasste der TVN den erhofften ersten Saisonsieg. Dabei waren die Neerstedterinnen gut in die Partie gestartet, hatten sich direkt die Führung gesichert. „Wir haben uns im Angriff gute Chancen erarbeitet und diese auch konsequent genutzt“, zeigte sich Trainerin Cordula Schröder-Brockshus zufrieden mit den ersten 25 Minuten, nach denen der TVN mit zwei Toren in Führung lag (15:13/24. Minute). Doch ausgerechnet in der Phase vor dem Seitenwechsel ließen die Gastgeberinnen nach, lagen zwischenzeitlich sogar 17:18 zurück. „Statt mit drei Toren in Führung zu liegen, fällt der Ausgleich. Das war unnötig, denn wir waren in der ersten Halbzeit eigentlich die klar bessere Mannschaft“, ärgerte sich Schröder-Brockshus.
Im zweiten Durchgang lieferten sich beide Teams dann lange ein Duell auf Augenhöhe, ehe sich Arsten nach dem 24:24 (46.) einen kleinen Vorsprung erspielte. „In der zweiten Halbzeit hat uns das Durchsetzungsvermögen gefehlt“, kritisierte die TVN-Trainerin: „Wir haben vorne zu wenig aus unseren Chancen gemacht, zu statisch agiert und waren nicht konsequent genug.“ Spätestens als die Gäste mit zwei Toren in Führung lagen, lief bei Neerstedt zu wenig zusammen. Der Rückstand wuchs sogar auf vier Tore an (25:29/59.). Nadja Kunz, mit zwölf Treffern die erfolgreichste Torschützin des TVN, verkürzte zwar noch einmal, die Partie war zu diesem Zeitpunkt aber bereits gelaufen. Damit musste sich Neerstedt auch im dritten Saisonspiel geschlagen geben, wartet weiterhin auf die ersten Zähler. Schröder-Brockshus: „Es ist noch viel Luft nach oben. Wir wissen aber, woran wir arbeiten müssen.“
HSG Heidmark - HSG Hude/Falkenburg 21:21 (11:10). Den ersten Punktverlust in dieser noch jungen Saison konnte Hudes Trainer Bernd Spille verschmerzen. „Für uns war es am Ende eher ein gewonnener Punkt“, meinte Spille mit Blick auf den Spielverlauf. Die Vorzeichen im Lager der Gäste waren von Beginn an nicht die besten: Von den Kreisläuferinnen fielen sowohl Michaela Stahlkopf (krank) als auch Sophie Winter (Urlaub) aus, so dass für diese Position nur Britt Nölker blieb, die aufgrund einer Schulterverletzung allerdings angeschlagen ins Spiel ging. „Dafür hat sie ihre Sache gut gemacht“, lobte der Trainer die zweifache Torschützin. Schwierigkeiten bereitete der Landkreis-HSG zudem das Backeverbot in der gegnerischen Sporthalle. „Wir haben versucht, uns drauf einzustellen, sind es aber einfach nicht gewohnt. Da hatte Heidmark schon einen Vorteil“, erklärte Spille.
Bis zum 4:4 (11.) verlief die Partie zunächst ausgeglichen, ehe sich die Gastgeberinnen stets mit zwei bis drei Toren absetzten. Als Heidmark im zweiten Abschnitt eine Überzahlsituation nutzte und auf 14:10 (35.) erhöhte, nahm der Gäste-Coach eine Auszeit. Anschließend kämpfte sich sein Team heran und hatte die beste Phase in den letzten zehn Minuten, als es aus einem 17:19-Rückstand mit vier Toren in Folge durch Anja Wessels, Lisa Hillmer (2) und Saskia Saß eine 21:19-Führung machte. Es folgten aber zwei unkonzentrierte Abschlüsse im Angriffe, die den Gastgeberinnen letztendlich den Ausgleich ermöglichten. „Der ist insgesamt betrachtet auch gerecht“, fand Spille.
