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Handball-Oberliga HSG Varel lässt zu viele Chancen liegen

Henning Busch
Henning Busch Friedhelm Müller-Düring
In den Auszeiten versuchte Varels Coach Arek Blacha, seine Mannschaft im Angriff wieder in die Erfolgsspur zu bringen.

In den Auszeiten versuchte Varels Coach Arek Blacha, seine Mannschaft im Angriff wieder in die Erfolgsspur zu bringen.

Volkhard Patten

Varel - Nur in Sachen Deckungsarbeit haben die Oberliga-Handballer der HSG Varel an die starke Leistung aus der Vorwoche bei der gelungenen Heimpremiere gegen den TV Oyten (37:26) anknüpfen können. Doch weil die Friesländer am Samstagabend beim TuS Rotenburg diesmal zu wenig Durchschlagskraft im Angriff entwickelten, kassierten sie mit 23:24 (7:8) die erste Saisonniederlage.

„Wir haben das Tor nicht getroffen und sind unter unseren Möglichkeiten geblieben“, analysierte Arek Blacha zerknirscht und trauerte vielen vergebenen Großchancen hinterher. „Wir haben unsere Chancen gehabt, aber viele freie Würfe liegen gelassen. Das ist nur schwer zu bewerten“, so der HSG-Coach weiter.

Abwehr agiert solide

In der Sporthalle in Scheeßel hatte sich von Beginn an eine ausgeglichene Partie entwickelt, in der sich keine der beiden Mannschaften in der torarmen ersten Hälfte entscheidend absetzen konnte. Zufrieden waren Blacha und Co-Trainer Jochen Toepler mit dem Deckungsverhalten ihres Teams. „Unsere Abwehrarbeit war solide. Nur acht Gegentreffer zur Pause können sich sehen lassen“, sagte Blacha.

Nach dem 7:8 zum Seitenwechsel erwischten die Vareler direkt nach Wiederanwurf zudem ihre beste Phase. Nach Toren von Kevin Langer (2), Lukas Kalafut und Kai Schildknecht führte die HSG in der 35. Minute mit 11:8. Wer gedacht hatte, die HSG hätte ihre Ladehemmung abgelegt, sah sich aber getäuscht. Eine Auszeit der Rotenburger brachte den Angriffs-Elan der Friesländer wieder zum Erliegen.

Einsatzwillen und Kampf stimmten über die gesamten 60 Spielminuten bei den Varelern. Das allein reichte aber nicht, um die Rotenburger in die Schranken zu weisen. TuS-Linksaußen Lukas Misere zeigte sich auch im Spiel zwei nach seiner Genesung in starker Verfassung und war mit neuen Treffern bester Torschütze seiner Mannschaft. Michel Misere (7/4) stand seinem Bruder nur wenig nach und zeigte sich besonders von der Siebenmeterlinie treffsicher.

Spannende Schlussphase

In der Endphase der Partie wurde es aber dennoch noch einmal spannend. Immer wieder konnte die HSG eine Führung der Rotenburger ausgleichen. So gelang Kevin Langer 27 Sekunden vor dem Abpfiff das 23:23. Doch an diesem Tag passte einiges nicht zusammen. So verwandelte Michel Misere mit dem Schlusspfiff auch seinen vierten Strafwurf zum letztendlich glücklichen 24:23-Sieg der Gastgeber.

„Die ganze Mannschaft hatte Probleme. Wir alle haben verloren. Wir müssen die Niederlage abhaken. Ab Dienstag bereiten wir uns auf den nächsten Gegner vor“, stellte sich Blacha vor seine Mannschaft. Und die hat nun einen noch dickeren Brocken vor der Brust. Denn bereits am kommenden Freitag, 29. September, haben die Vareler den noch immer verlustpunktfreien ATSV Habenhausen und damit einen der Topfavoriten auf den Titel zu Gast. Am Samstag hatte der ATSV den ebenfalls sehr hoch gehandelten TV Cloppenburg in eigener Halle mit 26:24 besiegt. Anwurf in der Manfred-Schmidt-Sporthalle ist um 20 Uhr.

Die Statistik:

TuS Rotenburg - HSG Varel 24:23 (8:7)

TuS Rotenburg Köhlmoos, L. Misere 9, J. Behrens, Müller, Kesselring, K. Behrens 2, Heyber 1, Kelm 1, Schröder 2/1, Barkholdt 2, M. Misere 7/4, Lüdemann.

HSG Varel Legler, Suttner - Beck 1, Schildknecht 2, Zindler, Deters, Langer 3, Janßen 1, Kalafut 5/1, Hermann, Straten, Bachmann 2, Bitter 5, Kamp 4/4.

Siebenmeter 5/5 TuS – 5/6 HSG.

Strafminuten 8 TuS – 2 HSG.

Stationen 2:2 (5.), 2:4 (9.), 5:4 (14.), 7:5 (19.), 8:6 (21.), 8:7 (Hz.) – 8:11 (35.), 12:12 (39.), 16:15 (45.), 19:20 (50.), 22:22 (54.), 23:23 (60.), 24:23 (Endstand).

Nächstes Spiel ATSV Habenhausen - HSG Varel (Freitag, 20 Uhr, Manfred-Schmidt-Sporthalle).

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)
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