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Handball-Oberliga HSG Varel untermauert gegen TuS Haren Heimstärke

Friedhelm Müller-Düring
Alles reingehauen haben die Oberliga-Handballer der HSG Varel um Kai Schildknecht (mit Ball) ins umkämpfte Heimspiel gegen den TuS Haren.

Alles reingehauen haben die Oberliga-Handballer der HSG Varel um Kai Schildknecht (mit Ball) ins umkämpfte Heimspiel gegen den TuS Haren.

Volkhard Patten

Altjührden - Die Oberliga-Handballer der HSG Varel haben ihren Fans bei jedem Heimspiel etwas zu bieten. Sahen die 600 Zuschauer – darunter über 100 HSG-Sponsoren – in der Manfred-Schmidt-Sporthalle gegen den TuS Haren in Halbzeit eins am Samstag noch eine reserviert spielende Mannschaft, drehte das Team von Trainer Arek Blacha und Co-Trainer Jochen Toepler nach der Pause richtig auf. Am Ende stand ein verdienter 31:25-Sieg und Platz drei in der Tabelle. „In den letzten zehn bis 15 Minuten ist mein Team förmlich explodiert. Wir waren am Ende zielstrebiger als Haren“, freute sich Blacha.

Die HSG-Trainer hatten die ganze Trainingswoche hart daran gearbeitet, die Spannung und Emotion nach dem grandiosen 28:27-Heimsieg gegen Titelaspirant ATSV Habenhausen hochzuhalten. Und der Start gegen Haren glückte. So führte die HSG nach einem Dreierpack von Kapitän Renke Bitter (2) und Spielmacher Louis Kamp mit 6:3 (9.). Doch nach einer Harener Auszeit schlichen sich immer mehr Unkonzentriertheiten ins Vareler Spiel ein. „Wir haben in dieser Phase zu viele einfache technische Fehler gemacht. Zudem hat Harens Keeper gut gehalten“, sagte Lukas Kalafut, mit neun Treffern bester Vareler Torschütze.

Gegner bestens vorbereitet

Nachdem zuerst Harens Rene Jaspers mit fünf Toren der Partie seinen Stempel aufgedrückt hatte, war es am Ende der ersten Hälfte Shooter Daniel Kyvala mit fünf Treffern zur 14:11-Pausenführung für die Gäste um Trainer Sven Suton. „Haren war bestens vorbereitet, hat ruhig gespielt und nur wenig Fehler gemacht“, so Blacha.

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer eine ganz andere Vareler Mannschaft. Blacha und Toepler hatten ihren Spielern in der Kabine eingeimpft, dass es gegen Haren keinen Schönheitswettbewerb zu gewinnen gebe. Das Ziel hieß: zwei Punkte zu holen. Die HSG-Spieler wurden immer mutiger und selbstbewusster. Spätestens nach dem sensationellen Rückhandwurf von Kevin Langer in größer Bedrängnis zum 13:15 (36.) standen auch die Vareler Fans wie eine Wand hinter ihrem Team. Und nach den Treffern von Kalafut, Bitter und Jan-Derk Janßen zur 17:16-Führung (42.) stand die Halle Kopf.

Legler lässt Angreifer verzweifeln

Die Emsländer konnten die Partie zwar zunächst offen gestalten, doch als beim 23:23 nacheinander Harens Tobias Everding und Johannes von Lengerich für jeweils zwei Minuten auf die Bank mussten, münzte Varel die doppelte Überzahl in eine 26:23-Führung um (53.). Hinzu kam, dass HSG-Keeper Hendrik Legler Harens Angreifer zur Verzweiflung brachte. Haren versuchte mit einer offenen Manndeckung, das Ruder noch einmal herumzureißen, doch dies gelang nicht.

„Ich bin stolz auf mein Team. Es hat sich eine Einheit aufgebaut. Es wird bis zur allerletzten Sekunde gekämpft“, betonte Blacha. Indes resümierte Suton. „Wir waren top vorbereitet, doch mir haben die Wechselspieler gefehlt. Die aggressive Abwehr in Halbzeit zwei vor allem gegen Kyvala war entscheidend. Zudem war Varels Keeper in der entscheidenden Phase da.“

Die Statistik:

HSG Varel - TuS Haren 31:25 (11:14)

HSG Varel Legler, Suttner, Morkovin - Beck, Schildknecht 1, Deters, Kalafut 9, Langer 2, Janßen 3, Hermann, Straten 1, Bachmann 4, Bitter 6, Kamp 5/3.

TuS Haren Perez Filiciano, Klompmaker, Wortelboer, Hunfeld, Mrotzeck, Pinkernell, Ranaivo 2, Hanzlik 2, Kyvala 6, Van Lengerich 4, Everding 2, Wösten, Sträche.

Siebenmeter 3/3 HSG – 4/6 TuS.

Strafminuten 12 HSG – 10 TuS.

Stationen 3:2 (5.), 6:3 (9.), 6:16 (15.), 8:8 (20.), 10:13 (27.), 1:14 (Hz.) – 12:15 (35.), 17:16 (42.), 19:21 (47.), 22:23 (50.), 26:23 (53.), 28:24 (58.), 31:25 (Endstand).

Nächstes Spiel TvdH Oldenburg - HSG Varel (Freitag, 20 Uhr, kleine EWE-Arena).

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