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Handball-Oberliga der Frauen Hude/Falkenburg baut Serie aus, Neerstedt verliert

Heinz Quahs Guido Finke
Charlotte Sommer holte mit der HSG Hude/Falkenburg in Arsten den nächsten Sieg.

Charlotte Sommer holte mit der HSG Hude/Falkenburg in Arsten den nächsten Sieg.

Michael Hiller

Neerstedt/Hude - In der Handball-Oberliga der Frauen hat die HSG Hude/Falkenburg ihre kleine Erfolgsserie ausgebaut – und bei Komet Arsten den dritten Sieg in Folge eingefahren. Dagegen ging Schlusslicht TV Neerstedt auch beim TV Oyten II leer aus.

TV Oyten II - TV Neerstedt 31:26 (18:10). Nach einer extrem schwachen ersten Hälfte reichte der kämpferische Einsatz im zweiten Abschnitt nicht mehr aus, um den Acht-Tore-Rückstand wettzumachen. Vor allem in den ersten Minuten schienen die Gäste sehr nervös zu sein, denn ihnen unterliefen im Spielaufbau und auch im Abschluss viele einfache Fehler. Zudem schien den Landkreislerinnen das nötige Selbstvertrauen beim Torwurf zu fehlen, und auch die Deckung fand nicht zur gewohnten Form. So gingen die Gastgeberinnen schnell mit 7:3 in Führung und bauten diese auf 12:5 (20. Minute) aus. Auch zu Beginn der zweiten Hälfte lief es nicht wirklich rund im Neerstedter Spiel. Zwar sorgte Torhüterin Rieke von Seggern in ihrem vorerst letzten Spiel im TVN-Trikot mit ihren Paraden weiterhin für den nötigen Rückhalt. Doch wussten ihre Mitspielerinnen daraus nicht viel zu machen. Nachdem die bis dahin beste Oytener Torschützin Katrin Salkic nach einem Foul bei einem Neerstedter Konter disqualifiziert worden war, kämpfte sich der TVN zwar bis auf 18:22 (Ida Brinkert/41.) heran. Doch in der Folge unterliefen den Gästen erneut einfache Fehler, die zum 20:27 führten (50.).

Immerhin: Der kämpferische Einsatz stimmte bei den Gästen weiterhin, und so kamen sie nach Treffern von Nadja Kunz und Stefanie Hanuschek drei Minuten vor Schluss noch einmal bis auf 25:28 heran. Doch trotz einer offenen Deckung reichte die verbleibende Zeit nicht mehr, um das Spiel zu drehen. Vor allem mit der ersten Halbzeit war TVN-Trainerin Cordula Schröder-Brockshus unzufrieden. „Unserer Abwehr fehlte der nötige Biss, im Angriff gab es viel zu wenig Bewegung, so dass die gegnerische Abwehr wenig Mühe hatte, uns zu bremsen. Erst in der zweiten Hälfte kamen wir in Schlagdistanz, doch in den entscheidenden Momenten fehlte uns auch ein wenig Glück“, sagte sie.

Telegramm

TVN: von Seggern, Huntemann, Kahler – Böttcher, Brinkert (9/5), Hanuschek (3), Kunz (4/2), Maus (1), Sempert (1), Siemers, Storck (1), Stuffel (6), Wessels, Windhorst

Siebenmeter: TVO 5/2, TVN 8/7

Zeitstrafen: TVO 5 (Rote Karten gegen Salkic wegen groben Foulspiels/37. und Friedrichs wegen der dritten Zweiminutenstrafe/59.), TVN 4

TuS Komet Arsten - HSG Hude/Falkenburg 29:32 (13:18). Mit dem dritten Sieg in Folge pirscht sich die HSG wieder an das Spitzenquartett heran. Mit 15:9 Punkten ist das Team von Coach Bernd Spille Tabellenfünfter. Angeführt von Lisa-Marie Hillmer, die elf Treffer erzielte, gefielen die Gäste mit einer homogenen Teamleistung. Von der ersten Minute an diktierte die HSG das Geschehen und schockte Arsten mit einer raschen 4:0-Führung. Erst in der siebten Minute gelang Emily Hübner der erste Komet-Tor.

Den Vorsprung verteidigte Hude/Falkenburg fast über die gesamte Spielzeit. Erst in der 52. Minute glich Arsten zum 26:26 aus – die Partie drohte zu kippen. In der Endphase konnte die HSG aber wieder das Zepter an sich reißen und rettete den Erfolg über die Ziellinie. Den Schlusspunkt setzte Jasmin Jarocki zum 32:29-Endstand. In dem Siebenmeter-Festival – allein Arsten bekam vom Unparteiischen-Duo gleich neun Strafwürfe zugesprochen und brachte sieben im Netz unter – erwies sich auf Gästeseite neben Hillmer auch Melissa Steinhoff (7 Tore) als treffsicher.

„Ein Problem war, dass Lisa Hillmer früh zwei Zeitstrafen hatte. Das hat unseren Spielplan torpediert“, sagte Spille. Da unter anderem Viola Kleefeldt und Mareike Zetzmann fehlten, hatte er kaum Alternativen für den Rückraum. „Bei uns war durch die Umstellungen etwas Unruhe drin, unter dem Strich geht das Resultat aber in Ordnung.“ Hude/Falkenburg ist also auf dem richtigen Weg. Zum Abschluss der Hinrunde empfängt die Mannschaft am kommenden Sonntag den ATSV Habenhausen.

Telegramm

HSG: Alfs – Nölker (2), Möller (3), Saß (2), Winter (1), Sommer (2), Steinhoff (7/2), Stahlkopf (1/1), Voigt (2), Hillmer (11), Jarocki (1)

Siebenmeter: Arsten 9/7, Hude/Falkenburg 3/3

Zeitstrafen: Arsten 2, Hude/Falkenburg 4

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