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Handball-Oberliga Nordsee der Frauen Erstes Damen-Team des SV Höltinghausen spielt in erster Hälfte erste Sahne

Ann-Katrin Felstermann (am Ball) war Fels in der Brandung und wichtiger Baustein im Angriff: Sie erwischte den Gegner an dem frostigen Wochenende mit fünf Toren kalt.

Ann-Katrin Felstermann (am Ball) war Fels in der Brandung und wichtiger Baustein im Angriff: Sie erwischte den Gegner an dem frostigen Wochenende mit fünf Toren kalt.

Olaf Klee

Höltinghausen/Emstek - Dass der Tabellendritte der Oberliga Nordsee baden geht, ja regelrecht Schiffbruch erleidet und untergeht, hatte wohl keiner erwartet: Aber genau dafür haben die Handballerinnen des SV Höltinghausen am Samstag in der ersten Hälfte ihres Heimspiels gegen den HV Lüneburg gesorgt. Mit einer überragenden Leistung entschied das Team von Trainer Marvin Muche die Partie schon vor der Pause, führte es doch zur Halbzeit 21:7. „Die erste Hälfte war überragend, unfassbar gut. Mit diesem Spielverlauf hätte ich niemals gerechnet“, freute sich Muche. Am Ende konnte der Aufsteiger einen 37:26-Erfolg und anschließend die besondere Jahreszeit feiern. Stand doch auch die Weihnachtsfeier an, auf der die Stimmung verständlicherweise besonders gut war.

Dabei war wegen der ein oder anderen durch eine Erkältung geschwächten Höltinghauser Spielerin nicht zu erwarten gewesen, dass der SVH den Gast kalt erwischen würde. Aber in Minute drei führte das Heimteam 4:0.

Starke Torhüterin

Und auch anschließend sollten die Gäste eher selten ins SVH-Tor treffen, da die Höltinghauser Abwehr glänzte und Tabea Lampe im Gastgeber-Gehäuse kaum zu überwinden war.

Der SV Höltinghausen (grüne Trikots) feierte gegen den Wilhelmshavener HV einen wichtigen Heimerfolg.

WICHTIGER SIEG FÜR HANDBALLERINNEN SV Höltinghausen überspringt Hürde Wilhelmshavener HV

Stephan Tönnies
Höltinghausen

Dafür trafen die Höltinghauserinnen umso häufiger. In der achten Minute führten sie schon 8:2, in der 13. Minute 12:3 und in der 26. Minute 19:6. Zur Pause hatten sie dann dreimal so viele Tore wie der Tabellendritte auf dem Konto.

Viele Wechsel

Nach der Pause wechselte Muche viel, und die Lüneburgerinnen spielten bissiger. Dennoch konnte der HV nur um drei Tore verkürzen. Das lag vor allem daran, dass Lena Walter fünf ihrer acht Treffer in Halbzeit zwei warf. „Ich bin zu 100 Prozent zufrieden“, sagte Muche am Ende. „Ich bin selten so beeindruckt von meiner Mannschaft gewesen.“

Fischer in Oberliga Nordsee erfolgreich: Emily Fischer warf fünf Tore. Bild: Olaf Klee

Fischer in Oberliga Nordsee erfolgreich: Emily Fischer warf fünf Tore. Bild: Olaf Klee

Noch ein Spiel

Allerdings wäre er wohl noch beeindruckter, wenn sein Team, das zu Hause vom – für viele Mannschaften ungewohnten – Backeverbot profitiert, nun auch noch die ersten Auswärtspunkte der Saison einfahren würde. Am Sonntag (17 Uhr) tritt es zur letzten Partie des Jahres beim Bremer Stadtteilclub ATSV Habenhausen an, den es im Hinrundenspiel 32:25 geschlagen hatte. Beim Tabellenvorletzten könnte der SV Höltinghausen sogar noch sein Punktekonto auf 15:15 ausgleichen.

Trainer Marvin Muche und seine Spielerinnen hatten oft Grund zum Jubeln. Bild: Olaf Klee

Trainer Marvin Muche und seine Spielerinnen hatten oft Grund zum Jubeln. Bild: Olaf Klee

SVH: T. Lampe, Reinke - Lentz (1), Walter (8), Felstermann (5), Fangmann (4), Wienken (2), Hüttmann, Barske (7/4), Fischer (5), Stottmann (4), V. Lampe (1), Ivankic.

Steffen Szepanski
Steffen Szepanski Redaktion Münsterland (Lokalsport)
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