Altjührden - Das Zünglein an der Waage im Titelkampf können und wollen die Handballer der SG VTB/Altjührden in der Rückserie der Handball-Oberliga Nordsee sein. Dementsprechend angriffslustig gibt sich die Mannschaft von Coach Patrice Giron vor dem kniffeligen Heimspiel gegen den favorisierten Drittliga-Absteiger ATSV Habenhausen. Los geht es an diesem Samstag in der Manfred-Schmidt-Sporthalle wie gewohnt um 19.30 Uhr.

Die Gäste von der Weser liefern sich als Tabellenzweiter einen packenden Dreikampf mit dem TV Cloppenburg und VfL Fredenbeck um die Meisterschaft und den damit verbundenen direkten Wiederaufstieg in die dritthöchste Spielklasse. „Das wird ein offener Schlagabtausch. Die Tagesform wird entscheidend sein“, rechnet Giron mit einer engen und umkämpften Partie.

So sieht es auch der Kapitän der Vareler. „Wir freuen uns auf Habenhausen“, betont Renke Bitter. Auch weil sich seine Mannschaft in der Regel deutlich leichter gegen Teams tue, die „ebenfalls Handball spielen wollen“ statt gegen Mannschaften von unten, die oft andere Tugenden in den Vordergrund stellen.

Das hatten die Vareler im Vorjahr auch schon im Hinspiel in Habenhausen bewiesen, das nur knapp mit 25:27 verloren ging. „Damals waren wir schon nah dran und hätten uns mindestens einen Punkt verdient gehabt“, blickt Bitter zurück: „Im Rückspiel wollen wir das Ding nun gewinnen. Es wird ein gutes Spiel von uns, da mache ich mir keine Sorgen.“

Dass das Team von ATSV-Trainer Matthias Ruckh verwundbar ist, bewiesen zum Jahreswechsel die überraschenden Niederlagen gegen die SG Achim/Baden (20:21) und den TuS Rotenburg (24:26). Seit drei Spieltagen sind die Habenhausener aber wieder voll in der Erfolgsspur und ließen zuletzt mit dem rekordverdächtigen 52:22-Sieg beim abstiegsgefährdeten TV Oyten aufhorchen.

„Es wird sich am Samstag zeigen, was dieser Kantersieg für Habenhausen wert gewesen ist“, bleibt Giron, der bis auf die Langzeitverletzten Kai Schildknecht und Helge Janßen personell aus dem Vollen schöpfen kann, gelassen. Aufseiten der auf Tempo-Handball setzenden Gäste hat er in deren beiden besten Torschützen – Linksaußen Luc Schluroff (111 Tore) und Regisseur Mohamad-Aljawaad Sibahi (86) – zwei echte Unterschiedsspieler ausgemacht.

Sie gelte es von der SG-Abwehr im Verbund mit den Torhütern in den Griff zu bekommen: „Von ihnen hängt sehr viel ab“, weiß Giron: „Wir werden uns darauf einstellen.“ Sein Team müsse als Kollektiv dagegenhalten: „Und das über 60 Minuten. Alle meine Spieler müssen voll präsent und fokussiert sein.“ Zudem könne die lautstarke Unterstützung von den SG-Fans ein weiterer Erfolgsfaktor sein.

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)