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Fast gerettet in Handball-Oberliga Wo der TvdH Oldenburg dazugelernt hat

Neu fokussieren, weitermachen: Diesmal schaffte es der TvdH, einen negativen Wendepunkt zu verhindern.

Neu fokussieren, weitermachen: Diesmal schaffte es der TvdH, einen negativen Wendepunkt zu verhindern.

Fabian Steffens

Oldenburg - Ein großes Stück näher sind die Handballer des TvdH Oldenburg dem Klassenerhalt in der Oberliga mit einem 23:21 am Samstag gegen den direkten Abstiegskampf-Konkurrenten TV Oyten gekommen. Teammanager Matthias Voß sprach nach dem ersten Heimsieg seit mehr als vier Monaten von gleichermaßen „großer Freude und Erleichterung“, weil außerdem auch die Konkurrenz mitgespielt hat.

Beruhigendes Polster

Nach nun zwei Siegen in Serie (zuvor 26:14 in Elsfleth) haben die Haarentorer (17:25 Punkte/9. Platz) bei noch fünf ausstehenden Spielen sechs Zähler Vorsprung auf die auf den Abstiegsplätzen liegenden Rivalen aus Bremervörde (11:31/13.) und Elsfleth (11:33/14.), die jetzt nahezu zeitgleich wieder verloren. „Rechnerisch ist alles möglich, aber es ist schon schwer vorstellbar, dass wir das noch verspielen. Das ist ein gutes Polster“, fühlt sich Voß fast sicher und gibt zu: „Da sind schon ein paar Steine bei der Mannschaft und den Verantwortlichen abgefallen.“

Kevin Straten (mit Ball) verdiente sich gute Noten im Vareler Angriff. Seine acht Treffer konnten die Niederlage gegen die HSG Delmenhorst aber nicht verhindern.

HANDBALL-OBERLIGIST SG VTB/ALTJÜHRDEN PATZT Varel verliert am Tag des offenen Tores

Friedhelm Müller-Düring Henning Busch
Delmenhorst

Alte Stärke

Nachdem die Oldenburger durch den Treffer von Rechtsaußen Eddy de Raad zum 5:1 erstmals mit vier Toren in Führung gelegen (13. Minute) und durch dessen Pendant auf der linken Seite, Aydrian Dröge, später sogar auf 10:4 erhöht hatten (20.), ging der TvdH mit einer guten 13:9-Führung in die Kabine. Diese führt Voß abermals auf den „überragenden Torhüter“ Jannik Rohde sowie auf die allgemein sattelfeste Defensive (544 Gegentore – viertwenigste der Liga) zurück: „Die Abwehr hat gerade in der ersten Halbzeit gut gearbeitet.“

Kevin Straten (mit Ball) verdiente sich gute Noten im Vareler Angriff. Seine acht Treffer konnten die Niederlage gegen die HSG Delmenhorst aber nicht verhindern.

HANDBALL-OBERLIGIST SG VTB/ALTJÜHRDEN PATZT Varel verliert am Tag des offenen Tores

Friedhelm Müller-Düring Henning Busch
Delmenhorst

Vereitelte Wende

Da die Arbeit vor dem eigenen Tor nach dem Seitenwechsel „ein bisschen schlechter“ wurde und die Hausherren insgesamt „zu wenig Durchschlagskraft aus dem Rückraum“ hatten, glichen die Gäste schließlich sogar in Unterzahl zum 16:16 aus (48.). „Das war so ein Wendepunkt, wo das Spiel auch hätte kippen können“, betont Voß mit Blick darauf, dass sein Team in dieser Saison so bereits einige Punkte liegen gelassen hatte: „Aber wir haben daraus gelernt und dieses Mal zum richtigen Zeitpunkt dagegenhalten können.“

Drei fürs TvdH-Tor, einer jetzt dazu als Torwarttrainer: (von links) Jannik Rohde, Derk Akkermann und Niklas Planck

RETTUNG IN HANDBALL-OBERLIGA Wie der TvdH Klassenerhalt und Zukunft plant

Tom Springer Jan Zur Brügge
Oldenburg

Neuer Torjäger

Das lag auch an Dröge, der nach seinen zehn Treffern in Elsfleth auch diesmal bester Schütze der Partie war (6 Tore, 2/3 Siebenmeter). Mit seinem 17:16 sorgte der 23-Jährige dabei zunächst für die erneute Führung (49.) und später mit zwei Treffern innerhalb von 39 Sekunden für den entscheidenden Drei-Tore-Vorsprung (22:19/58.). „Wir wissen, was Aydrian kann, wenn er fit und verletzungsfrei ist. Genau das zeigt er jetzt“, lobt Voß und hofft, „dass er das jetzt auch über einen längeren Zeitraum kann“. Die Gäste verkürzten zwar noch, schafften es aber nicht mehr, den laut Voß „sehr, sehr wichtigen“ TvdH-Sieg zu verhindern.

Wieder der beste Torschütze: Aydrian Dröge. Bild: Fabian Steffens

Wieder der beste Torschütze: Aydrian Dröge. Bild: Fabian Steffens

Jan-Karsten zur Brügge
Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion
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