Aurich/Fredenbeck - Der OHV Aurich ist in der Saison angekommen. „Das kann man wirklich so sagen“, stellte der Teammanager der Ostfriesen, Ewald Meyer, nach dem über weite Strecken überzeugenden Auftritt des Drittligisten beim VfL Fredenbeck am Samstag fest. 34:31 (13:16) setzte sich die Mannschaft von Trainer Pedro Alvarez in der Geestlandhalle durch. Allerdings benötigten die Auricher eine Umstellung der Abwehr, eine Leistungssteigerung und einen treffsicheren Rostyvlas Polishchuk, der für annähernd jedes dritte Tor des OHV verantwortlich zeichnete.
„Ihn allein hervorzuheben würde der Sache aber nicht gerecht werden“, stellte Meyer fest. Ohnehin festigten die Auricher ihren Erfolg nicht zwangsläufig durch eine brillante Angriffsleistung. Vielmehr war es einmal mehr die Defensive, die den Grundstein zum Sieg legte. Und hier war es vor allem die Umstellung von einer 5:1- auf die deutlich defensivere 6:0-Variante, die den Gastgebern in den zweiten 30 Minuten den Zahn zog. „Wir haben uns in der Abwehr dann gut auf die Fredenbecker eingestellt“, sagte Meyer. Sechs Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als der ebenfalls starke Wilke de Buhr den 18:18-Ausgleich markierte, weitere sechs Minuten später gingen die Ostfriesen erstmals nach gefühlten Ewigkeiten wieder in Führung. Doch es blieb eng. Erst in der 45. Minute schaffte es Linksaußen Ryuga Fujita eine Zwei-Tore-Führung herauszuwerfen. Polishchuk erhöhte nach einer Auszeit Fredenbecks sogar auf 28:25 (55.) Der Mann aus Odessa war es dann auch, der mit seinem Treffer zum 33:29 in der 59. Minute alles klar machte.
Meyer indes pochte darauf, dass es ein Sieg der ganzen Mannschaft gewesen sei: „Wo soll man da anfangen? Auch ein Evgeny Vorontsov hat drei Tore geworfen und drei brillante Pässe gespielt. Außerdem hätte Rostyvlas nicht so gut treffen können, wenn ihm der Rest der Mannschaft nicht die Freiräume dazu geschaffen hätte.“
Gänzlich zufrieden war der Teammanager allerdings nicht. „Wir sind lange noch nicht soweit, wie wir uns das vorstellen“, erklärte Meyer. „Aber es liegt ja nicht nur an den Neuen, dass noch nicht alles klappt. Auch die Alten müssen sich anpassen.“ Einen weiteren Schritt kann der OHV Aurich am kommenden Samstag gehen. Dann treffen die Ostfriesen auf einen weiteren Aufsteiger. Um 19.30 Uhr müssen sie beim MTV Großenheidorn bestehen.
