„Wer soll die schlagen?“, fragte Manager Thorsten Storm von den Rhein-Neckar Löwen aus Kronau nach der 31:41 (12:19)-Pleite gegen die Zebras: „Die spielen doch in einer anderen Liga.“ Am Sonnabend beginnt die 31. Bundesliga-Saison – und wer am Ende die Meisterschale hochhält, scheint schon vorher festzustehen: Kiel.

In der völlig einseitigen Partie um den Supercup demonstrierte Meister Kiel gegen den Pokalfinalisten eindrucksvoll seine Stärke. Atemberaubend schnelle Angriffe, körperliche Überlegenheit und dazu konzentrierte Abwehrarbeit – allein die Chancenverwertung sowie der starke Ex-Kieler Henning Fritz im Löwen-Tor verhinderten einen noch höheren Sieg der Zebras. „Es war sehr schön zu sehen, was man alles hat“, sagte THW-Coach Zvonimir „Noka“ Serdarusic zu seiner Über-Mannschaft. Manager Uwe Schwenker versuchte deshalb, die Euphorie zu dämpfen. „Wir werden mit Selbstbewusstsein in die Saison gehen, aber auch mit Respekt vor den Gegnern.“

Sei‘s drum, Kiel bleibt das Maß aller Dinge, auch weil Serdarusic an der Förde optimale Arbeitsbedingungen vorfindet. „Es gibt eine klare Aufgabenteilung. Nicht nur zwischen Uwe Schwenker und mir, sondern auch mit den anderen Gremien wie Wirtschaftsbeirat und Aufsichtsrat. Keiner versucht Alleingänge. Man redet mir nicht rein, sorgt stattdessen für ein seriöses, erstklassiges Umfeld für die Spieler“, weiß Serdarusic um die Kieler Vorzüge. „Nur so kann ich den Spielern gegenüber hart sein und auch ohne große Romantik Top-Leistungen einfordern und herauskitzeln.“

Während die Kronauer die Supercup-Pleite noch bis zum Gastspiel am kommenden Mittwoch in der Köln-Arena beim VfL Gummersbach verarbeiten können, sind die Kieler bereits an diesem Sonnabend im Heimspiel gegen Melsungen gefordert. Wieder am Ball ist am Sonnabend auch der Wilhelmshavener HV. Das Team von Michael Biegler empfängt zum Auftakt in der Nordfrost-Arena (19 Uhr) GWD Minden.