Höltinghausen/Cloppenburg - Sie mussten nicht das Letzte aus sich herausholen, um gegen den Letzten letztendlich noch zu gewinnen: Allerdings hatten die drittplatzierten Handballerinnen des TV Cloppenburg doch wesentlich mehr Mühe, sich bei Landesliga-Schlusslicht SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn II durchzusetzen (33:31), als Spitzenreiter SV Höltinghausen im Heimspiel gegen den Vorletzten Vorwärts Nordhorn hatte. Das Team aus der Gemeinde Emstek siegte 42:23.

SV Höltinghausen - Vorwärts Nordhorn 42:23 (23:9). Das Team von Trainer Marvin Muche ließ keinen Zweifel daran aufkommen, wer das Spielfeld als Sieger verlassen würde: In Minute fünf führte es 5:0, in der 17. Minute mit 14:2 und schließlich zur Pause 23:9 – die Partie war früh entschieden. Diesen großen Vorsprung baute der SVH nach der Pause noch aus. Unter anderem deshalb, weil sich die Gäste nicht auf ein, zwei torgefährliche Spielerinnen konzentrieren konnten. Die Treffer waren gut auf die Höltinghauser Spielerinnen verteilt.

SVH: Louisa Reinke, Tabea Lampe - Franziska Brinkmann (1), Lena Walter (7), Greta Menke (4), Ylva Lentz, Ann-Katrin Felstermann (8), Elisa Fangmann (3), Stefanie Wienken (3), Ann-Kristin Barske (6/6), Emily Fischer (3), Mattea Ivankic (7).

SG Friedrichsfehn/Petersfehn II - TV Cloppenburg 31:33 (17:21). „Ende gut, alles gut“, sagte TVC-Trainerin Slawka Jezierska nach einem nicht gerade berauschenden Auftritt ihrer Mannschaft. „Wir haben die zwei Punkte, alles andere sollten wir schnell vergessen.“

Zwar habe ihrem Team diesmal eine andere Mannschaft gegenübergestanden als die, die der TVC im September zu Hause mit 36:9 vom Feld gefegt hatte, dennoch hätte sich ihre Truppe deutlich durchsetzen müssen. „Klar, da waren ein paar Spielerinnen dabei, die ich noch nicht kannte. Und mindestens eine verfügte über höherklassige Erfahrung“, sagte Jezierska. „Aber bei uns war die Einstellung das Problem. Wahrscheinlich dachten einige nach dem klaren Hinspielergebnis, dass das ein Selbstläufer wird.“ Hinzu kam, dass TVC-Leistungsträgerin Inka Bosmann unter der Woche nicht trainieren konnte und geschwächt ins Spiel ging.

Dennoch konnten sich die Cloppenburgerinnen nach einem ausgeglichenen Beginn bis zur Pause etwas absetzen. „Da dachte ich dann, jetzt läuft’s. Aber es folgten wieder Unkonzentriertheiten, die der Gegner genutzt hat – und plötzlich lagen wir zurück“, ärgerte sich Jezierska. Zur Pause noch 21:17 vorne, lag der TVC in der 43. Minute 25:26 und in der 48. Minute 26:27 in Rückstand.

„Doch dann hat sich die Mannschaft zusammengerissen und das Spiel noch gewonnen. So hätte sie die ganze Zeit spielen müssen“, meint Jezierska, deren Team nun erst einmal wieder Pause hat.

TVC: Lena Backhaus, Kathleen Grafe - Lia Kröger, Lena Büssing (8), Britt-Sophie Kohlsdorf (5/3), Lisa Fehlinger, Alisha Aumann (11/3), Nele Heinen, Inka Bosmann (5), Wiebke Neelen (1), Josephine Franzke, Franziska Germann (3).

Steffen Szepanski
Steffen Szepanski Redaktion Münsterland (Lokalsport)