Bookholzberg - „So dürfen wir uns als Meister nicht präsentieren.“ Nicht nur Torwarttrainer Arne Klostermann war am Sonntag zutiefst enttäuscht vom letzten Punktspielauftritt der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg in der Handball-Verbandsliga. Völlig neben der Spur lief der Ligaprimus beim bisherigen Tabellenletzten ATSV Habenhausen II und verlor mit 21:30 (8:13). Immerhin die Bremer konnten zufrieden sein, retteten sie sich damit doch auf den elften Tabellenplatz und bleiben in der Verbandsliga.
Besonders die mitgereisten HSG-Fans mussten einem leidtun angesichts des schwachen Auftritts ihrer Mannschaft. „Bei ihnen müssen wir uns für die Leistung entschuldigen“, wusste Klostermann. Auch Trainer Stefan Buß fand klare Worte: „Man kann hier in Habenhausen verlieren, doch nicht in dieser Art und Weise.“ Die ATSV-Reserve bot mit Fynn Schluroff und Louis Beyer zwar zwei junge und starke Akteure aus der ersten Mannschaft auf, die insgesamt 18 Treffer erzielten und zudem immer wieder als Passgeber glänzten. Dennoch erklärt das nicht den Totalausfalle der Gäste, bei denen allenfalls Torhüter Jan-Bernd Döhle Normalform erreichte.
Sowohl in der Deckung als auch im Angriff zeigte die HSG viele Schwächen. Buß wechselte viel und probierte auch einiges aus, richtig rund lief es bei den Gästen aber zu keiner Zeit. Über 4:1 und 10:5 behaupteten die Bremer bis zur Pause schon eine komfortable Führung. Diese bauten sie bis Mitte der zweiten Hälfte auf 22:13 aus. Bis auf 24:18 (53.) kam die HSG zwar noch heran, doch die Schlussphase gehörte wieder den Gastgebern. „Bei uns war irgendwie die Luft raus“, resümierte Klostermann treffend.
Telegramm
ATSV Habenhausen II – HSG Grüppenbühren/B. 30:21 (13:8)
HSG: Döhle, Leif Kinner – Hafemann (1), Hansel, Hennemann, Carsten Jüchter (4), Torsten Jüchter (6/1), Krause (1), Krix, Latz (3), Mehrings, Ordemann (3), Steffen (3), Voigt
Siebenmeter: ATSV 4/3, HSG 2/1
Zeitstrafen: ATSV 2, HSG 0
