Neerstedt/Bookholzberg - Derbyzeit in der Handball-Verbandsliga der Männer: Der TV Neerstedt empfängt an diesem Freitag (20 Uhr) die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. Im Hinspiel zog das Team von TVN-Trainer Andreas Müller knapp mit 21:23 den Kürzeren und möchte diese Scharte nun im Heimspiel gerne auswetzen.
Während die Neerstedter in diesem Jahr bereits einen Auftritt bestritten haben, ist es für die Bookholzberger die erste Aufgabe nach siebenwöchiger Pause. Zudem haben sich auch die Konstellationen in der Tabelle etwas verschoben, denn nachdem der kommende HSG-Gegner Seevetal/Ashausen den Hunte-Aue Löwen einen Punkt abknöpfen konnte, verlor der Wilhelmshavener HV II sogar beide Punkte in Eicken. So ist Grüppenbühren/Bookholzberg mit den beiden Ersten in der Tabelle nach Minuspunkten gleichauf – und das sorgt natürlich für noch mehr Spannung.
Trotzdem sieht HSG-Trainer Stefan Buß sein Team als Außenseiter: „Wir sind Aufsteiger, haben eine recht gute Hinrunde hingelegt, doch jetzt kennen die Gegner meine Mannschaft besser. Deshalb müssen wir unbedingt weiter zulegen, um unser Ziel zu erreichen.“ Neerstedts Trainer will davon nichts wissen: „Ich rechne mit einem Spiel auf Augenhöhe, denn die Mannschaften kennen sich aus der Vergangenheit gut. Allerdings wollen wir in eigener Halle unbedingt gewinnen, um so unser Ziel nicht aus den Augen zu verlieren“, sagt Müller, der die meisten gegnerischen Spieler schon aus seiner Trainertätigkeit bei der HSG kennt.
So wie Neerstedt freut sich auch das Buß-Team auf diese Begegnung. Beide Trainer hoffen auf ein volles Haus, denn die Fans im Rücken bringen immer noch ein paar extra Körner. Bis auf den langzeitverletzten Jan Niklas Bruning kann Müller wohl in Bestbesetzung antreten. Auch Buß steht ein kompletter Kader zur Verfügung.
Eine Etage tiefer, in der Landesliga, steht die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II vor einer vermeintlich lösbaren Aufgabe. Die HSG-Reserve erwartet am Samstag um 17 Uhr in der Sporthalle am Ammerweg den Hagener SV zum Rückspiel. Bereits im Hinspiel gab es beim 41:33-Auswärtserfolg ein Torfestival, denn Hagen zeigte im Angriff starke Leistungen und will das natürlich auch in fremder Halle wiederholen. Zur Aufstellung kann Coach Hendrik Kossen noch nicht viel sagen, da einige seiner Spieler angeschlagen oder erkrankt sind. Trotzdem kann er einen breiten Kader ins Rennen schicken und wird den Gegner keinesfalls unterschätzen: „Wichtig wird es ein, eine stabile und bissige Abwehr zu stellen, um so der gegnerischen Offensive möglichst frühzeitig den Zahn zu ziehen.“
