Elsfleth - Die Verbandsliga-Handballer des Elsflether TB haben zweifelsfrei einen Lauf. Die Mannschaft von Trainer Patrick Tulikowski gewann zuletzt drei Spiele in Folge und hat sich ins untere Mittelfeld der Tabelle vorgekämpft. Am Sonntag erwartet der ETB um 17 Uhr die HSG Seevetal/Ashausen in der Stadthalle. Ein weiterer Sieg scheint machbar. Das Hinspiel gewannen die Elsflether mit 38:35.
Noch vor drei Wochen musste sich Tulikowski ernsthafte Gedanken um den Klassenerhalt machen, auch wenn nur ein Team in die Landesliga absteigen wird. Der Vorsprung auf den Letzten SG Achim/Baden II beträgt zwar nur vier Punkte. Aber mittlerweile ist sogar die Qualifikation für die Oberliga möglich. Dazu müsste der ETB am Saisonende mindestens Siebter werden. Den Platz belegt momentan der TV Dinklage, der aber nur drei Zähler hat. Ein Rückstand, den die Elsflether schnell aufholen könnten. Die drei nächsten Gegner Seevetal (9.), Eickener SpVg (12.) und Achim/Baden II (14.) befinden sich mindestens auf Augenhöhe.
Tulikowski möchte aber nur von Spiel zu Spiel schauen. „Wenn wir dann kurz vor Ende der Saison noch in Reichweite zu Platz sieben sind, können wir auch gerne darüber reden“, sagt er. Zunächst gelte es, Seevetal in die Schranken zu weisen. Im Hinspiel hatten die Elsflether große Probleme mit den gegnerischen Halben. Deshalb wird Tulikowski mit einer 6:0-Deckung beginnen lassen. „Aber wir sind in der Abwehr flexibler geworden“, sagt er. Einen Wechsel zu einer 5:1-Formation schließe er nicht. „Je nachdem, wie es läuft.“
An Selbstvertrauen werde es nicht mangeln. Bis vor kurzem hat der ETB mehrere enge Spiele verloren. Jetzt ist es andersherum, wie der 26:24-Sieg am vorigen Wochenende beim TV Neerstedt bewies, als Henrik Tolck kurz vor dem Abpfiff die beiden entscheidenden Tore erzielte. „Dieses Spiel hätten wir vor ein oder zwei Monaten wahrscheinlich noch verloren“, sagt Tulikowski.
Seevetal sei für ihn eine Überraschungstruppe. Man wisse nie, wie ihre Spiele ausgehe. „Sie können gegen den Ersten gewinnen, aber auch gegen den Letzten verlieren“, sagt Tulikowski. Im Hinspiel hat er bei Seevetal eine Schwäche im Rückzugsverhalten bemerkt. Deswegen solle sein Mannschaft ihr Glück über die erste oder zweite Welle suchen. Es gelte, eine gute Mischung aus Positions- und Gegenstoßspiel zu finden.
Jo-Fokke Blohm wird ausfallen. Ihm werden die Weisheitszähne gezogen. Ob Tulikowski auf Aushilfskräfte wie Florian Doormann oder Bastian Rambau setzen kann, weiß er noch nicht. „Wir werden am Sonntag sehen, wer da ist.“ Aber es sei kein Problem zu improvisieren. „Das müssen wir ja fast jede Woche.“
