Dortmund/Oldenburg - Teuer verkauft, am Ende aber keine Punkte geholt: Die Handballerinnen des VfL Oldenburg sind mit einer Auswärtsniederlage in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Am Samstagabend verlor die Mannschaft von Trainer Niels Bötel bei Borussia Dortmund mit 24:30 (11:17).
Dortmund: Wachter (1), Lieder - Hausherr (2), Sprengers (6/2), Kusian, Antl (1), Degenhardt (4), van Kreij, Stolle (6), Ossenkopp (1), Sasaki (4), Olsson (3), Rönning (2), Campos Costa.
Oldenburg: Kohorst, Fasold, Humpert - Borutta (6/1), Teiken (2), Reinemann (8/1), Weyers, Martens (1), Carstensen (5/4), Feiniler, Pfundstein (1), Röpcke, Golla, Ronge (1).
„Die sechs Tore Rückstand gehen am Ende in Ordnung, Dortmund hat mit der Qualität überzeugt“, zog Bötel Bilanz: „Wir hätten es noch spannender machen können, haben in der entscheidenden Phase aber unsere Chancen nicht genutzt.“
Oldenburg kam schwer in die Partie und lag schnell mit fünf Toren hinten (2:7, 3:8). „Wir hatten in der Abwehr keinen Zugriff und haben Dortmund damit schnelle Tore ermöglicht“, sagte Bötel. Nachdem der VfL den Rückstand zwischenzeitlich auf drei Tore reduziert hatte, gaben die Dortmunderinnen richtig Gas. Kurz vor der Halbzeitpause lag das Bötel-Team mit neun Treffern hinten (8:17), bis zum Seitenwechsel gestalteten die Gäste das Resultat dann wieder etwas freundlicher.
13:13 in zweiter Hälfte
In der zweiten Hälfte setzten die Spielerinnen um Kapitänin Merle Carstensen diesen Lauf dann fort – und gestalteten die Partie weitgehend ausgeglichen. Der Rückstand verringerte sich zeitweise auf lediglich drei Tore (16:19). In jener Phase wäre möglicherweise noch mehr drin gewesen, allerdings ließ der VfL einige Möglichkeiten ungenutzt. Bötel: „Wir hatten sogar zwei Chancen, noch dichter heranzukommen. Die haben wir leider ausgelassen.“
Auch wenn der BVB sich danach wieder etwas absetzte, bewies der VfL für sich und für die Statistik, dass er mit Teams vom Schlage Dortmunds mithalten kann. Denn die zweite Hälfte endete für sich betrachtet 13:13. „Wir haben 30 Minuten richtig gut gefightet. Das war wichtig“, blickte Bötel auf die zweite Hälfte zurück. Bezogen auf das gesamte Spiel sah er dann aber doch einige Unterschiede: „Dortmund hat gezeigt, dass sie zu den Teams gehören, die in dieser Saison ganz oben mitspielen. Sie haben ab Minute eins mit voller Power gespielt.“
Freitag gegen Buxtehude
Beste Torschützin beim VfL war Toni Reinemann mit acht Treffern, Lisa Borutta traf sechsmal. Für die Dortmunderinnen waren Alicia Stolle und Zoë Sprengers (je 6) die besten Schützinnen.
Bereits am Freitagabend (19.30 Uhr/Eurosport) haben die VfL-Frauen ihren nächsten Einsatz, wenn der Buxtehuder SV zum Nordderby nach Oldenburg in die kleine EWE-Arena kommt. Die Buxtehuderinnen starteten ebenfalls mit einer 24:30-Niederlage: Mit diesem Ergebnis unterlag das Team in eigener Halle der HSG Bensheim/Auerbach.
