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Oberligist SG VTB/Altjührden formverbessert Vareler präsentieren sich wieder als Team

Henning Busch
Henning Busch Friedhelm Müller-Düring
Dem großen Angriffsdruck der SG VTB/Altjührden (rote Trikots) war der TSV Bremervörde am Samstagabend nicht gewachsen.

Dem großen Angriffsdruck der SG VTB/Altjührden (rote Trikots) war der TSV Bremervörde am Samstagabend nicht gewachsen.

Friedhelm Müller-Düring

Altjührden - Handball-Oberligist SG VTB/Altjührden hat sich eine Woche nach der 31:34-Pleite gegen Abstiegskandidat TV Oyten am Samstag gegen den ebenfalls abstiegsgefährdeten TSV Bremerhörde von der besseren Seite gezeigt. Nach einer Schweigeminute für den unter der Woche verstorbenen Reiner Witte, ehemaliger SG-Torwart, Nationalspieler sowie langjähriger Bundesliga-Präsident und Vizepräsident Recht des Deutschen Handballbundes (DHB), präsentierte sich das Team von Trainer Patrice Giron als eine Einheit und gewann auch in der Höhe verdient mit 38:28.

„Meine Spieler haben eine vernünftige Reaktion gezeigt. Die Zuschauer haben diesmal ein anderes Gesicht der Mannschaft gesehen“, freute sich ein gut gelaunter Giron.

SG-Express nimmt Fahrt auf

Auch wenn vor 340 Fans in der Manfred-Schmidt-Sporthalle nicht auf Anhieb alles gelang, war das Bemühen, sich beim treuen Anhang zu rehabilitieren deutlich zu erkennen. Bremervörde konnte vier Minuten lang bis zum 3:3 mithalten, doch dann nahm der Altjührdener Express langsam Fahrt auf und baute seine Führung bis zur 18. Minute auf 12:6 aus. Lediglich TSV-Linksaußen Lars von Kamp, mit 13 Toren (davon sechs Siebenmeter) bester Schütze des Spiels, bereitete der Vareler Defensive Schwierigkeiten. Zur Pause führte die SG VTB mit 20:16.

Wer danach gedacht hatte, die Bremervörder würden angesichts ihrer prekären Lage zur Aufholjagd blasen, sah sich getäuscht. Die konsequente 5:1-Deckung der Gastgeber nahm der TSV-Offensive jegliche Durchsetzungskraft. Innerhalb von nur sieben Minuten schraubte das Giron-Team das Ergebnis mit fünf Toren in Folge vorentscheidend auf 25:16 (37.) hoch. „In der ersten Hälfte haben wir noch mitgehalten und Varel alles abverlangt, doch danach sind wir in der Abwehr nicht so zum Zuge gekommen und dann eingebrochen“, sagte TSV-Coach Adnan Salkic.

Die personell gebeutelten Gäste hatten sich Mitte der zweiten Hälfte auch noch selbst geschwächt, als Jan-Ole Thode nach einem Foul an Varels Abwehrchef Renke Bitter vom Schiedsrichtergespann Stephan Rieck und Johannes-Georg Temme die Rote Karte gezeigt bekam (44.). In der Folgezeit betrug der Vorsprung der Gastgeber teilweise zwölf Tore (37:25, 58.). Am Ende stand ein klarer 38:28-Sieg, der durchaus noch höher hätte ausfallen können.

Gespielt nach Herzenslust

„Meine Spieler haben mit Herzenslust gespielt, sich als Team präsentiert und das eigene Ego hinten angestellt. Das war ein Sieg des Kollektivs“, lobte Giron. Beste Schützen waren Lukas Kalafut (7 Treffer) und Jonas Rohde (6).

Schon an diesem Montagabend geht es für die Vareler weiter. Im Nachholspiel gastiert die SG beim Elsflether TB. Anwurf in der Stadthalle Elsfleth ist um 20 Uhr. Der ETB unterlag am Sonntag im Kellerduell dem TvdH Oldenburg klar mit 14:26 (7:11) und benötigt als neues Schlusslicht im Abstiegskampf jeden Punkt.

Die Statistik:

SG VTB/Altjührden - TSV Bremervörde 38:28 (20:16)

SG VTB/Altjührden Legler, Schwagereit – J. Deters, Menne 2, Beck 3, Zindler 3, Kalafut 7/1, Langer 4, J. D. Janßen 4, Thünemann 1, Straten 4, Bitter 1, Kamp 3, Rohde 6.

TSV Bremervörde Krange, von Kamp 13/6, Hollstein 2, Dietrich 2, Duhme, Meinke 1, Thode 1, Klingebiel, Brunckhorst, Halac 1, Saul 2, Weber 4, Meinke 2.

Siebenmeter 1/1 SG VTB – 6/6 Bremervörde.

Strafminuten 10 SG VTB – 2 Bremervörde.

Rote Karte Thode (44./Bremervörde) wegen groben Foulspiels.

Stationen 4:3 (5. Minute), 8:4 (11.), 11:6 (14.), 13:8 (21.), 15:12 (26.), 20:16 (Hz.) – 22:16 (34.), 25:16 (38.), 27:19 (41.), 31:21 (49.), 36:24 (55.) 38:28 (Endstand).

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)
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