Varel - Die Handballjugend in Varel darf aufatmen: Am Mittwochabend gründeten im Vorraum der Sporthalle in Obenstrohe die vier ehemaligen Stammvereine der HSG Varel-Friesland eine Jugendhandballspielgemeinschaft (JHSG) Varel. Die Vorsitzenden Peter Mostowski (TuS Obenstrohe), Kurt Ehlen (TuS Dangastermoor), Peter Dorsch (TV Altjührden) sowie Marlen Webersinke (Vareler TB) unterzeichneten einen entsprechenden Vertrag.
Mit der Gründung einer JHSG hatte eigentlich kein Handballinteressierter in Varel mehr gerechnet. Zu festgefahren schienen die Positionen der vier Vereine nach der Auflösung der HSG Varel-Friesland und der Neubildung der beiden Spielgemeinschaften SG VTB/Altjührden und SG Obenstrohe/Dangastermoor.
Beide Spielgemeinschaften nahmen sich jeweils vor, insbesondere im Jugendbereich alle Altersklassen mit Mannschaften zu besetzen. Fakt war aber, dass beide SGs in den meisten Fällen nicht genügend Kinder und Jugendliche vorweisen konnten, um eigenständige Mannschaften zu bilden. Verschiedene Lösungsansätze, beispielsweise mit Mannschaftsspielgemeinschaften, führten letztendlich zu keinem tragfähigen Konsens.
Erst auf Druck der HSG-Jugendtrainer kam dann schließlich entscheidende Bewegung in die Sache. Die Jugendtrainer der vier ehemaligen Stammvereine waren sich schnell einig, dass es keinen Sinn machen würde, die Mannschaften im Jugendbereich zu trennen. Auch Mannschaftsspielgemeinschaften waren für sie keine Lösung, insbesondere dann nicht, wenn ein Team höherklassig spielen wollte.
Zudem erschien es den Jugendtrainern nicht sinnig, die Arbeit in den Vereinen im Prinzip zu verdoppeln und auf die ohnehin wenigen Schultern zu verteilen. Eine Jugendhandballspielgemeinschaft war deshalb für die Jugendtrainer die einzig mögliche Lösung.
„Die JHSG ist der bessere Weg. Die Kinder und Jugendlichen können so in ihrem Verbund bleiben. Die Trainer haben uns eindringlich um diese Lösung gebeten. Warum sollten wir stur bleiben“, sagte Mostowski. „Der Jugend ist es letztendlich egal, wo sie spielen. Hauptsache, sie können spielen“, lobte VTB-Ehrenvorsitzender Hartmut Tschirner, der von der verhinderten Marlen Webersinke mit den Vertragsverhandlungen beauftragt worden war, die einvernehmliche Lösung.
Der Vertrag gilt ab dem 1. Juli 2016 und läuft auf unbestimmte Zeit. Der Leiter der JHSG soll in absehbarer Zeit gewählt werden.
