Landkreis - Das nennt man wohl Traumstart: Mit vier Siegen aus den ersten vier Spielen ist die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg perfekt in der Handball-Verbandsliga angekommen. Nach einem spielfreien Wochenende geht es für den Aufsteiger an diesem Samstag mit einer Auswärtspartie weiter. Das Team von Trainer Stefan Buß gastiert um 16.30 Uhr bei der SG Achim/Baden II. Im Gegensatz zur HSG hat der Mitaufsteiger aus dem Landkreis Verden mit 0:8 Punkten einen Fehlstart hingelegt. Allerdings verlor die SG die ersten beiden Begegnungen beim VfL Fredenbeck II (28:29) und gegen den Wilhelmshavener HV II (24:27) jeweils nur knapp.

„Die Ergebnisse zeigen, wie ausgeglichen die Liga ist. Jeder Gegner ist ziemlich unberechenbar“, hat auch Lars Kampmann beobachtet. Der Trainer der TSG Hatten-Sandkrug kann mit der bisherigen Ausbeute seiner Mannschaft von mageren 2:6 Punkten aus vier Partien nicht zufrieden sein, bemängelte zuletzt insbesondere „die fehlenden Tugenden“. Diese muss die TSG im Auswärtsspiel bei der HSG Schwanewede an diesem Samstag (18 Uhr) unbedingt abrufen. „Da sollten wir definitiv eine Schippe drauflegen“, fordert Kampmann vor dem Duell gegen den langjährigen sportlichen Wegbegleiter und ergänzt: „Extra motivieren muss ich vor diesem Spiel wohl niemanden.“ Zumal es in Schwanewede ein Wiedersehen mit den ehemaligen TSG-Spielern Jan Tholen (Tor) und Kevin Ritter sowie mit Thorben Kruse geben wird. Kruse war in der vergangenen Saison noch Co-Trainer bei der TSG und sitzt nun als Chefcoach bei der HSG auf der Bank.

Ein Heimspiel bestreitet der TV Neerstedt am Samstag (19.30 Uhr) gegen den ATSV Habenhausen II. Beide Teams konnten bislang ein Spiel gewinnen. Nach einem anspruchsvollen Auftaktprogramm wollen die Neerstedter unbedingt punkten, um sich schnellstmöglich in der oberen Tabellenhälfte zu etablieren.

In der Handball-Oberliga der Frauen ist von den beiden Landkreisteams an diesem Wochenende nur die HSG Hude/Falkenburg im Einsatz. Das Auswärtsspiel des TV Neerstedt beim ATSV Habenhausen wurde auf Wunsch der Bremerinnen auf Dienstag, 24. Oktober (20 Uhr), verlegt. Hude/Falkenburg sucht nach zwei Niederlagen in Folge den Weg zurück in die Erfolgsspur. Allerdings wird es auch an diesem Samstag nicht leicht, wenn die Mannschaft von HSG-Trainer Bernd Spille beim Tabellenzweiten HV Lüneburg antritt (17 Uhr). Spille rechnet sogar „mit einem der schwersten Auswärtsspiele dieser Saison“. Die bisherigen Auftritte der Lüneburgerinnen, die in der vergangenen Serie in der Oberliga Niedersachsen Fünfter geworden waren, bestätigen seine Einschätzung. Denn die drei Heimspiele hat Lüneburg allesamt gewonnen, auswärts gab es lediglich eine Niederlage bei Ligafavorit VfL Stade. Besonders aufpassen sollten die Landkreislerinnen auf Rika Spiller, die mit ihren bislang erzielten 45 Treffern ganz oben in der Torschützenliste zu finden ist. Bei der HSG werden Viola Kleefeldt und Saskia Saß krankheitsbedingt vermutlich ausfallen.

Michael Hiller
Michael Hiller Redaktion Wildeshausen (Lokalsport)