Landkreis - Vor einer besonders schweren Aufgabe stehen die Verbandsliga-Handballer des TV Neerstedt an diesem Wochenende. Jeweils in Auswärtsspielen sind die Oberliga-Frauen aus Neerstedt und Hude/Falkenburg gefordert.
Frauen-Oberliga
TV Dinklage - HSG Hude/Falkenburg (Samstag, 16.30 Uhr). Die Gastgeberinnen stehen in dieser Partie mit dem Rücken zur Wand. Als Tabellenletzter hat der TV Dinklage fünf Spieltage vor dem Saisonende zwei Punkte Rückstand zum Relegationsplatz. Zum TV Neerstedt auf dem rettenden elften Rang sind es sogar schon fünf Zähler. „Dinklage wird alles reinwerfen, das macht es für uns ebenso pikant wie gefährlich. Wir müssen den Kampf annehmen und gegenhalten“, sagt HSG-Trainer Lars Osterloh. Die Sporthalle des Gegners bezeichnet er aufgrund des dortigen Backeverbots „nicht unbedingt als unsere Lieblingsspielstätte“. Er hofft aber, dass sein Team über eine kompakte gute Deckung ins Tempospiel, somit zu einfachen Toren – und am Ende auch zum Sieg kommt.
TuS Jahn Hollenstedt - TV Neerstedt (Samstag, 17 Uhr). Beim heimstarken Tabellensechsten hat der TVN eine harte Nuss zu kacken. Etwas überraschend erkämpfte sich das Team von Cordula Schröder-Brockshus im Hinspiel beim 26:26 einen Punkt – daran möchte man nun auch auswärts anknüpfen. Allerdings haben die Gastgeberinnen ihre kleine Niederlagenserie abgehakt und zeigten in den letzten Begegnungen wieder ihre gewohnten Stärken. So ist der Neerstedter Trainerin auch klar, dass die Favoritenrolle an Hollenstedt vergeben ist. Besonders aufpassen muss Neerstedt auf den torgefährlichen Rückraum um Goalgetterin Nele Nickel.
Männer-Verbandsliga
FC Schüttorf - TSG Hatten-Sandkrug (Samstag, 17.30 Uhr). Wie schon vor einer Woche beim 36:25-Heimsieg gegen den TSV Daverden bekommen es die TSG-Handballer erneut mit einem abstiegsgefährdeten Gegner zu tun. Schüttorf nimmt momentan den drittletzten Tabellenplatz ein und muss bis zum rettenden Ufer noch drei Punkte aufholen. Allerdings dürfte die TSG, die das Hinspiel 32:28 gewann, durchaus gewarnt sein, denn in eigener Halle ist Schüttorf deutlich stärker einzuschätzen als auswärts. So holte der FC seine fünf Saisonsiege allesamt in heimischer Spielstätte, trotzte dort sogar dem Tabellenführer OHV Aurich II ein Remis ab.
TV Neerstedt - TV Schiffdorf (Samstag, 19.30 Uhr). Mit dem Tabellenzweiten TV Schiffdorf hat der TV Neerstedt ein dickes Brett zu bohren. Die Gäste liegen momentan auf einem Aufstiegsplatz und werden alles versuchen, keine Punkte abzugeben. Die Neerstedter zeigten im Hinspiel eine der schwächsten Saisonleistungen und verloren mit 21:33. „Schiffdorf steht schon zu Recht da oben, denn die Mannschaft spielt schon sehr lange unter dem gleichen Coach und hat in spielerischer Hinsicht große Schritte in die richtige Richtung gemacht“, sagt TVN-Trainer Andreas Müller. Nichtsdestotrotz werden die Neerstedter nach zuletzt zwei wichtigen Siegen mit breiter Brust antreten. Müller hofft wie schon in Seevetal vor einer Woche wieder auf die Unterstützung der Fans, die der Mannschaft den Rücken stärken sollen. Verzichten muss der TVN berufsbedingt auf Christoph Steenken und Keeper Mike Krause. Florian Schrader und Stjorven Schröder sind noch angeschlagen, ihr Einsatz entscheidet sich kurzfristig.
Männer-Landesliga
HSG Schwanewede/Neuenkirchen II - TS Hoykenkamp (Samstag, 20 Uhr). Die Turnerschaft möchte sich für die 37:38-Heimspielniederlage revanchieren. „Wir haben einfach schlecht ausgesehen“, ärgert sich Spielertrainer Andre Haake jetzt noch über die schwache Vorstellung seines Teams im Hinspiel gegen den Tabellenzwölften. „Alle sind heiß, denn die Mannschaft weiß, dass sie etwas gutzumachen hat“, ergänzt der Coach der auf Rang vier liegenden Hoykenkamper. Haake möchte so einen Reinfall kein zweites Mal erleben. So wird er sich gerade für die Defensive einiges einfallen lassen, um die Kreise von Spielmacher Majk Skoric einzuengen. Auch das glänzende Zusammenspiel mit Kreisläufer Steffen Zerjatke soll unterbunden werden. Zudem werden die abstiegsgefährdeten Gastgeber, die in Ole Evers und Rune Becker über weitere torgefährliche Werfer verfügen, bis zur letzten Minute kämpfen.
HSG Delmenhorst II - HSG Grüppenbühren/Bookholzberg (Sonntag, 17 Uhr). Nachdem die Meisterschaft vorzeitig feststeht, will Tabellenführer HSG Grüppenbühren/Bookholzberg natürlich weiter ungeschlagen bleiben. Das Hinspiel gewann das Team von Stefan Buß deutlich mit 29:20. Die Delmenhorster wollen diesmal die Begegnung möglichst lange offen halten, zumal sie schon gezeigt haben, dass sie gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel mithalten können.
Dass sein Team auch nach dem Erreichen des größten Saisonziels weiter motiviert ist, daran hat Buß keine Zweifel: „Die Jungs sind immer noch heiß, denn die Serie soll weitergehen, und wir wollen nach Möglichkeit bis zum Saisonende die Null stehen lassen.“ Der Bookholzberger Coach weiß allerdings auch, dass man die Punkte nicht eben im Vorbeigehen mitnehmen kann, denn mit Niklas und Bastian Schäfer verfügt Delmenhorst über zwei starke und torgefährliche Schützen, die es zu bremsen gilt.
Frauen-Landesliga
HSG Grüppenbühren/Bookholzberg - HC Bremen (Samstag, 16.45 Uhr). Am Samstag steht die HSG vor dem nächsten entscheidenden Abstiegsduell: Nur mit einem Sieg bleibt das Team von Coach Hendrik Kossen noch im Rennen um den Klassenverbleib. Im Hinspiel kassierten die Gastgeberinnen in Bremen eine deftige 17:31-Niederlage, doch weiß der HSG-Coach, dass sein Team damals unter Wert geschlagen wurde. Entsprechend intensiv war die Vorbereitung auf diese Partie, doch wichtig wird auch sein, dass die Spielerinnen nicht verkrampft ins Spiel gehen, sondern der Spaß zurückkommt. „Es wird ein schwieriges Spiel für uns, doch in eigener Halle muss einfach der Sieg her. Dafür werden die Mädels auch mit großem Einsatz kämpfen“, ist sich Kossen sicher.
