Landkreis - Für drei Handballteams aus dem Landkreis steht auch an diesem Wochenende wieder viel auf dem Spiel. Relativ entspannt können lediglich die Frauen der HSG Hude/Falkenburg den Saisonendspurt angehen.
Frauen-Oberliga
TV Neerstedt - TV Dinklage (Samstag, 17 Uhr). Im Abstiegskampf ist diese Partie für die Neerstedterinnen eminent wichtig: Gegen Schlusslicht Dinklage muss ein Heimsieg her, um sich wieder etwas Luft im Tabellenkeller zu verschaffen. Für TVN-Trainerin Cordula Schröder-Brockshus gibt es deswegen nur ein klares Ziel: „Dieses wichtige Vierpunktespiel wollen wir vor eigenem Publikum unbedingt gewinnen.“
Doch einfach wird das gewiss nicht, denn die Gäste haben sich zuletzt nach einem Trainerwechsel deutlich gesteigert, vor einer Woche die HSG Hude/Falkenburg geschlagen und werden nun selbstbewusst nach Neerstedt kommen. Schröder-Brockshus hofft, dass ihr Team an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen kann, um so den Gegner in die Schranken zu weisen. Ob die erkrankte Sharleen Siemers rechtzeitig fit wird, entscheidet sich kurzfristig. Auch Katharina Stuffel ist derzeit angeschlagen, doch hier hofft die Trainerin, dass ihre Abwehrchefin am Samstag grünes Licht geben wird.
HSG Hude/Falkenburg - TV Oyten (Sonntag, 16.30 Uhr). Den Tabellenzweiten aus dem Landkreis Verden zählt HSG-Trainer Lars Osterloh zu den „komplettesten Mannschaften“ der Liga. Was der TV Oyten kann, bekam Hude/Falkenburg bereits im Hinspiel bei der 23:36-Abfuhr zu spüren. Auch am Sonntag liegt die Favoritenrolle beim Gegner, der sich vor einer Woche mit einem klaren Heimsieg im Spitzenspiel gegen die SG Friedrichsfehn/Petersfehn (34:26) die Chance auf Meisterschaft und Aufstieg wahrte.
„Oyten wird heiß sein und will unbedingt in die 3. Liga hoch. Aber gegen die Topteams haben wir in diesem Jahr bislang eigentlich immer ganz gut ausgesehen“, sagt Osterloh. Deswegen hofft er, dass seine Spielerinnen auch gegen Oyten ihre Leistung abrufen und das Spiel lange auf Augenhöhe gestalten können. Der HSG-Coach selbst kann am Sonntag aus privaten Gründen nicht dabei sein, außerdem fehlt die verletzte Torhüterin Carolin Tiedeken (Bänderriss). Auf der Bank wird Co-Trainerin Desiree Görzel zusammen mit Inge Breithaupt das Team betreuen.
Männer-Verbandsliga
TV Neerstedt - HSG Schwanewede/Neuenkirchen (Samstag, 19.30 Uhr). Mit drei Siegen hintereinander brachten die Neerstedter zuletzt ein wenig Puffer zwischen sich und die Abstiegsplätze. Diese Serie will das Team von Trainer Andreas Müller natürlich verlängern, wobei das gegen Schwanewede alles andere als leicht werden dürfte. Die Gäste haben sich nach schwachem Saisonstart inzwischen zu einer Top-Mannschaft gemausert, die allerdings nicht mehr in den Aufstiegskampf eingreifen kann.
Prunkstück beider Teams ist die Abwehr. Obwohl die Neerstedter (585 Gegentore) als Tabellenzehnter noch um den Verbleib in der Liga kämpfen, liegen sie mit ihrer Defensive sogar noch knapp vor den Gästen (594). Das Hinspiel in Schwanewede verlor der TVN unglücklich mit 30:32 und will sich nun dafür revanchieren. Dass beide Teams schon etliche Jahre freundschaftlich miteinander umgehen, werde in dieser Begegnung zurückgedrängt. So sind die Vorgaben des Trainergespanns Andreas Müller/Dirk Maske eindeutig: „Was in den letzten Spielen gezeigt worden ist, soll jetzt fortgesetzt werden. Wir brauchen uns vor keinem Team in der Liga zu verstecken. Jeder gewonnene Punkt entfernt uns weiter aus der Abstiegszone.“
Frauen-Landesliga
Gleich zweimal „Abstiegskampf pur“ heißt es für die Frauen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg an diesem Wochenende. Zum Doppelheimspieltag gastiert zunächst der sieglose Tabellenletzte HSG Delmenhorst in der Sporthalle am Ammerweg (Samstag, 19 Uhr). Und am Sonntag um 16.30 Uhr stellt sich der TSV Bremervörde in Bookholzberg vor.
Im Derby gegen Delmenhorst sind zwei Zähler für die Landkreislerinnen Pflicht. Allerdings werden sich auch die Gäste einiges vorgenommen haben, schließlich wollen sie nicht ohne Punkte aus der Landesliga absteigen.
Noch schwerer dürfte es für das Team von HSG-Trainer Hendrik Kossen tagsdrauf gegen den Tabellensiebten Bremervörde werden. „Wir haben zwei Heimspiele und ich hoffe, dass uns die Fans extrem gut unterstützen. Wir wollen auf jeden Fall da weitermachen, wo wir im letzten Spiel aufgehört haben“, gibt sich Kossen optimistisch.
