HANNOVE - HANNOVER/HATTEN/DPA/EB - Zwölf Schulen in Niedersachsen sind schon ein Jahr vor der Fußball-Weltmeisterschaft ganz besonders im WM-Fieber: Sie beteiligen sich an dem bundesweiten Projekt „WM-Schulen – Fair Play for Fair Life“. Dabei beschäftigen sich die Schüler im Unterricht mit jeweils einem Mitgliedsland des Fußball-Weltverbandes FIFA. Kultusminister Bernd Busemann (CDU) stellte das Projekt am Mittwoch in Hannover vor.

Unter den Teilnehmern des Projekts ist auch die Waldschule Hatten (Landkreis Oldenburg). Ihr Partnerland ist Tadschikistan. Die Christian-Hülsmeyer-Schule in Barnstorf (Kreis Diepholz) ist Botschafter für Mazedonien.

Das große Los gezogen hat die Elbmarschen-Schule in Drochtersen bei Stade – ihr Patenland ist WM-Favorit Brasilien. Dass aber etwa der brasilianische Weltstar Ronaldo während der WM bei der Schule vorbeischaue, sei eher unwahrscheinlich, sagte Projekt-Koordinator Johannes Axster – schon eher brasilianische Fußballer aus der Bundesliga. Das Felix-Klein-Gymnasium in Göttingen zum Beispiel lernt Mexiko genauer kennen. Verschiedene Schulen hätten bereits Kontakt zu Stellen ihrer Patenländer aufgenommen, sagte Axster.

An dem Projekt, das bisher einzigartig in der WM-Geschichte ist, nehmen bundesweit 204 Schulen teil – Patenschule des WM-Gastgebers Deutschland ist eine Schule in Südafrika. Ziel sei es, die „weltumspannende Idee des Sports“ zu vertiefen, Vorurteile abzubauen, Teamgeist und Toleranz zu entwickeln, sagte Busemann. Aber Fußball gespielt wird im Sportunterricht natürlich auch.

Das Kultusministerium unter www.mk.niedersachsen.de