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NWZonline.de Sport

Das läuft in Hannover schief

26.02.2019

Hannover Die Situation ist für Hannover 96 paradox. Am nächsten Sonntag spielt der Tabellenvorletzte beim VfB Stuttgart, der Rückstand auf diesen Rivalen auf dem Relegationsplatz beträgt bloß zwei Punkte. Es fehlt also nur ein Sieg, und Hannover könnte die beiden Abstiegsplätze der Fußball-Bundesliga verlassen. Auf der anderen Seite glaubt nach dem 0:3 gegen Eintracht Frankfurt am Sonntag kaum jemand mehr, dass die 96er die nötige Qualität für eine sportliche Rettung besitzen. Zu harmlos, zu verunsichert tritt dieses Team nun schon seit Wochen auf. Für oder gegen Hannover spricht jetzt im Abstiegskampf:

  Die Tabelle

Mit 14 Punkten nach 23 Spielen hätte man wahrscheinlich in neun von zehn Bundesliga-Spielzeiten keine Chance mehr auf den Klassenerhalt. Hannover dagegen ist nur zwei Punkte vom Relegations- und vier Punkte von einem Nichtabstiegsplatz entfernt. Gleich vier Vereine haben in mehr als 20 Spielen weniger als 20 Punkte geholt. So schwach war die Bilanz der letzten vier Clubs der Tabelle seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995 noch nie. „Das Gute ist, dass die anderen da unten auch verlieren. Es ist alles noch drin“, sagte Trainer Thomas Doll nach dem Frankfurt-Spiel. Die beiden nächsten Auswärtsgegner sind der Tabellen-16. VfB Stuttgart und der Tabellen-15. FC Augsburg. Der Tabellen-17. hat es also in der eigenen Hand, an seinen Konkurrenten vorbeizuziehen.

  Die Zahlen

Hannover hat in der Bundesliga seit dem 21. Oktober 2017 kein Auswärtsspiel mehr gewonnen. Das macht vor den Spielen in Stuttgart und Augsburg wenig Mut. In nahezu allen Statistiken weist 96 die Werte eines Absteigers aus: die meisten Saisonniederlagen (15), die zweitmeisten Gegentore (50), die drittwenigsten eigenen Treffer (20). Hinzu kommt: Kein anderer Abstiegskandidat muss so viele verletzte Leistungsträger ersetzen. Ihlas Bebou, Niclas Füllkrug, Linton Maina, Kevin Akpoguma: Diese vier Ausfälle kann Hannover nicht kompensieren. Doll versucht das zumindest, indem er den lange nicht mehr berücksichtigten Uffe Bech in die erste Mannschaft zurückholt. Am Montag trainierte der Däne zum ersten Mal wieder bei den Profis mit.

  Die Qualität

Doll sprach die Defizite seines Teams auch nach dem 0:3 gegen Frankfurt offen an. Es sei ihm „unbegreiflich“, wie man vor den beiden ersten Gegentoren derart patzen könne. Abspielfehler im Spielaufbau, Stellungsfehler im Abwehrzentrum: „Wir müssen diese individuellen Fehler abstellen. Sonst werfen wir uns jedes Mal selbst Knüppel zwischen die Beine“, sagte Doll. Nimmt man die spielerischen Mängel im Mittelfeld, das fehlende Tempo auf den Flügeln und die mangelnde Qualität im Angriff hinzu, sieht man: In dieser Verfassung und Besetzung ist Hannover nicht erstliga-tauglich. Drei von vier Spielen unter Doll endeten 0:3. „Sowas kenne ich aus meiner Karriere nicht“, sagte dieser.

  Die Stimmung

Hannover 96 ist ein zerrissener Verein. Clubchef Martin Kind möchte, dass eine Gruppe regionaler Investoren unter seiner Führung die Kontrolle über die ausgegliederte Profigesellschaft übernimmt. Eine Opposition will das verhindern. Von den 39 100 Zuschauern gegen Frankfurt haben in der zweiten Hälfte viele resigniert und andere wie gewohnt gegen Kind und seine Mitstreiter protestiert („Kind, Krause & Schröder: Packt eure Koffer, sonst tun wir es für euch“). Echte Unterstützung im Abstiegskampf sieht anders aus.

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