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NWZonline.de Sport

Kiter kämpfen für ihren Sport

29.11.2018

Hannover Robin Poetter betreibt seit seinem 16. Lebensjahr Wassersport. Am Mittwoch saß er auf dem Trockenen. Vor den Mitgliedern des Landtags-Umweltausschusses hat der Betreiber einer Surfschule am Dümmer See und Vertreter der Initiative „Pro Kite Dümmer See“ dafür geworben, das Kitesurfen auf dem zweitgrößten Binnensee Niedersachsens zu erlauben.

Das Thema ist nicht neu. Bereits im Jahr 2016 war die FDP mit ihrem Antrag gescheitert, auf dem Gewässer eine Kitezone einzurichten, wie es sie auf dem Steinhuder Meer bereits gibt. Jetzt haben die Liberalen einen neuen Anlauf unternommen, um den Trendsport auch auf dem Dümmer See Raum zu geben.

Der Segel- und Surfsport habe aufgrund des demografischen Wandels und nicht mehr zeitgemäßer Rahmenbedingungen große Nachwuchsprobleme. „Mit der Erlaubnis fürs Kitesurfen am Dümmer würde die Region attraktiver werden“, heißt es in der Begründung der FDP.

Das sieht auch Robin Poetter so, verweist auf die Bootsliegeplätze, die sich seit dem Jahr 2000 mehr als halbiert hätten und darauf, dass die Sicherheitssysteme von Kites sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert hätten und ein Kite nicht mehr Schatten werfe als das Segel einer Jolle.

Naturschützer indes halten dagegen, befürchten etwa, dass Vögel durch den Schattenwurf aufgescheucht und durch die teils übers Wasser springenden Kitesurfer vertrieben werden. Sonja Papenfuß, Leiterin des Fachbereichs Umwelt der Region Hannover, erklärte zudem, dass die Kitesurfer für das Steinhuder Meer, wo das Kiten in Teilen erlaubt ist, keine nennenswerte wirtschaftliche Bedeutung hätten. Außerdem verwies die studierte Landschaftsplanerin auf wassersportliche Alternativen wie Kanufahren, Elektro-Surfbretter und Stehpaddeln.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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