Altenoythe - „Wer in Altenoythe bei der stets hohen Bewerberzahl König werden will, muss ein sehr guter Schütze sein und über große Nervenstärke verfügen“, stellte der Vorsitzende des Altenoyther Schützenvereins, Hans Schnarhelt, fest. Coolness, Können und eine sichere Hand bewies Hans Lübbers, der sich in einem spannenden Königsschießen gegen die Konkurrenz im Stechen durchsetzen konnte.

19 Ringe standen nach zwei Schüssen mit dem Kleinkalibergewehr auf die 50 Meter entfernte Königsscheibe für ihn zu Buche. Von den übrigen 19 Mitbewerbern erzielte Andreas Tholen ebenfalls 19 Ringe und forderte so ein Stechen heraus. Im Stechen gelangen Lübbers erneut 19 Ringe. Konkurrent Tholen kam auf 17 Ringe. Für Andreas Tholen blieben somit nur der Titel des Vizekönigs.

Nachdem das Königsschießen beendet war, ließ sich der designierte König beim Schützenvolk entschuldigen. Wichtige Amtsgeschäfte erforderten seine Präsenz in der Kämpe, hieß es. Hier sammelte der König seine „Kohorten“ und präsentierte sich wenig später mit seiner Königin und dem Throngefolge den Schützen in der Schießhalle, bereit zur Inthronisierung.

„Wir Altenoyther Schützen können stolz auf einen so treffsicheren Regenten sein“, sagte Vorsitzender Schnarhelt. „Es ist immer wieder schön zu erleben, mit wie viel Engagement in Altenoythe um die Königswürde gekämpft wird. Die Begeisterung für das Königsamt zeigt, dass der König etwas im Ort gilt, er wird von der ganzen Bevölkerung getragen.“ Das Schützenfest wird vom 27. bis 29. Juni gefeiert.

Unter dem Jubel der Schützen inthronisierte der Vorsitzende den neuen König als Hans XVIII. Der stellvertretende Vorsitzende Bernd Willer schmückte den neuen Regenten mit den Insignien der Macht, der Königskette, der goldenen Königsschnur, den goldenen Schulterklappen sowie dem Königsorden. Als Königin hatte sich der Monarch Ehefrau Bernadett erwählt und ließ sie vom Vorsitzenden als „Bernadett die Liebliche“ mit dem Diadem schmücken.

Dem neuen Königspaar stehen Heinz Lübbers und Georg Brand als Adjutanten zur Seite. Zudem gehört die Nachbarschaft zum Throngefolge und unterstützt das Königspaar bei den Amtsgeschäften. Nach der Inthronisierung gratulierten als erste die Amtsvorgänger Martin und Maria Schumacher mit einem Blumenstrauß. „Ich freue mich, es geschafft zu haben“, so der neue König, der alle zum Thronbesuch auf dem Schützenfest einlud. „Mein Dank gilt meiner Frau und der gesamten Nachbarschaft, die spontan zu mir gestanden haben.“

Neben dem auf dem KK-Stand durchgeführten Königsschießen wurde zeitgleich auf dem Luftgewehrstand das Kaiserwanderpokalschießen der ehemaligen Könige ausgetragen. Wilfried Lübbers sicherte sich den Wanderpokal für ein Jahr.