HARPSTEDT - Fiktive 50 000 Euro hatten die fünf Jugendlichen zur Verfügung. Dieses Geld legten sie gewinnbringend an.
Von Marén Bettmann
HARPSTEDT - Aktienkurse, Wirtschaftsnachrichten, Handelsblätter – elf Wochen lang studierte eine fünfköpfige Jungengruppe aus der Klasse 10a der Harpstedter Realschule täglich die wichtigsten Informationsquellen über die neuesten Entwicklungen auf den globalen Märkten. Das Eintauchen in die Welt des Handels hat sich für Julian Hellbusch (15 Jahre, aus Harpstedt), Philipp Kruse (15, Groß Ippener), Dominik Mester (15, Dünsen), Fabian Krogmann (16, Dünsen) und Andreas Hartwig (Dünsen) gelohnt: Beim Planspiel Börse, das die Sparkassen europaweit anbieten, sprang ein respektabler Platz heraus. Im Landkreis Oldenburg belegte die Gruppe hinter einem Ahlhorner Team den zweiten Platz.2500 Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis nahmen am 23. Planspiel Börse der Sparkassen teil. Die beiden Realschulgruppen aus Harpstedt, die sich als Jung-Börsianer versuchten, wurden betreut von Klaus Sternagel, Kundenberater in der Harpstedter Filiale der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO). „Die Gruppe der R 10a vermehrte ihr Startkapital um über vier Prozent“, zog Klaus Sternagel Bilanz. So seien aus den fiktiven 50 000 Euro am Ende 52 442,85 Euro geworden. Mit diesem Ergebnis belegt die Harpstedter Gruppe im gesamten Bereich der LzO Platz 58. Bundesweit gesehen reichte es für Platz 5141. Bei der erfolgreichsten deutschen Börsenspielgruppe zeigte der Kontostand am Ende die Summe von 65 615 Euro an.
Ein kluger „Schachzug“ der jungen Börsenspekulanten war die Investition in Aktien des Computerriesen „Apple“. „Die haben wir gekauft, weil die MP 3-Player von ,Apple‘ so erfolgreich sind“, so Julian Hellbusch. „Da haben wir ein Plus von 40 Prozent gemacht“, ergänzt Fabian Krogmann stolz. „adidas“-Aktien kaufte die Gruppe im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft und fuhr gut damit. „Von Borussia Dortmund haben wir aber die Finger gelassen“, lacht Fabian Krogmann.
Für ihr gutes Abschneiden überreichte Sternagel, der übrigens in seiner Jugend auf Bundesebene den zweiten Platz beim Börsenspiel belegte, den zweitplatzierten Schülern eine Armbanduhr.
