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Sport Detlef Dräger behält Zügel in der Hand

Nikola Nording

HARPSTEDT - Detlef Dräger bleibt. Der erste Vorsitzende des Harpstedter Turnerbundes (HTB) hatte zwar im Vorfeld der Jahreshauptversammlung des Vereins angekündigt, nicht mehr für das Amt zur Verfügung zu stehen. Während der Sitzung Freitagabend in der Gaststätte „Charisma“ fand sich allerdings niemand, der den Posten übernehmen wollte. Wahlleiter Horst Hackfeld sprach aus, was wohl viele Mitglieder gehofft hatten: „Lieber Detlef, kannst du es dir nicht noch für ein Jahr überlegen? Der Verein hat dann Zeit einen Nachfolger zu suchen.“

Dräger überlegte und kündigte dann an, nur unter einer Bedingung weiter zu machen: „Der Vorstand muss umorganisiert werden, und ich brauche jemanden, an den ich meine Aufgaben abgeben kann“, so Dräger. Die einstimmige Wiederwahl und viel Applaus waren danach der Dank für Drägers erneute Bereitschaft. „Ich bin niemand, der seinen Verein im Stich lässt“, sagte Dräger.

Ebenfalls einstimmig erneut gewählt wurden Frank Wobig zum Geschäftsführer und Andrea Wobig zur Frauenwartin. Den Posten des Kassenprüfers übernahm Gerhard Templin von Stefan Wacholder; Helmut Meyer rückt für Ulla Servatius in den Ehrenrat nach.

Kritik an Landespolitik

Zuvor hatte Dräger in seinem Jahresbericht die Entwicklung des Vereins im letzten Jahr aufgezeigt. Bei Veranstaltungen konnte der HTB eine Neugestaltung des Laternen-Laufs umsetzten, das Angebot auf dem Weihnachtsmarkt wurde verändert (statt Jagertee gab es Feuerzangenbowle) und war wirtschaftlich erfolgreich; und auch der Kinder-Karneval, der seit nun mehr als 25 Jahren Tradition geworden ist, konnte erfolgreich durchgeführt werden.

Besonders rückte Dräger die Vereinsbroschüre in den Mittelpunkt, die sich –dank der Werbung– in diesem Jahr selbst getragen hatte.

Kritisch äußerte sich Dräger in seiner Ansprache über die Landespolitik. Er sprach das geänderte Gaststättengesetz an, das nun vorschreibt, jeden Verkaufsstand mit Lebensmitteln beim Ordnungsamt anzumelden ist.

Über die Erweiterung der sportlichen Angebote freute sich Dräger. So entwickelten sich die Bereiche Ballett und Basketball „sensationell“. Auch der Gesundheitssport wurde im letzten Jahr mit einigen Präventionstagen ausgebaut.

Erfolgreiche Jahre

Sportliche Höhepunkte im vergangenen Jahr waren unter vielen anderen Punkten die Gründung eines Mädchen--Fußballteams und der Handball-Spielgemeinschaft. Außerdem natürlich der Aufstieg der 1. Herren-Fußballmannschaft in die Kreisliga und die 100-Jahr-Feier der Fußballabteilung. Als einen großen Erfolg bezeichnete der Vorsitzende auch den Tag „Die Samtgemeinde bewegt sich“, der nun alle zwei bis vier Jahre wiederholt werden soll. Auch der Kassenbericht zeigte erfreuliches: Nachdem der Verein 2010 noch einen Verlust von rund 7 500 Euro gemacht hatte, konnte durch die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge ein Plus von rund 9 000 Euro verzeichnet werden. „Eine Rücklage, die wir bestehen lassen“, erkärte Kassenwart Udo Maier.

Bei allen positiven Meldungen gab es auch kritische Töne. Besonders die Schließung der Turn- und Lehrschwimmhalle macht einigen Sparten des Vereins zu schaffen. 450 Sportler und 230 Schwimmer haben seitdem keine Halle mehr. Besonders die Vertreter der Sparten Turnen (Katja Poggenburg-Janowsky), Wassersport (Heino Wulferding) und Kampfsport (Bernhard Stock) klagten über Probleme.

Dräger wagte bei der Jahreshauptversammlung auch einen Blick in die Zukunft. „Ein Sportverein mit 1 654 Mitglieder kann nur schwer ehrenamtlich geführt werden“, so Dräger. Er prophezeite für 2013 eine Änderung der Satzung, um eine Vollzeitkraft für die Belange des Vereins einzustellen. Er plädierte in diesem Zusammenhang auch noch einmal an die Mitglieder „Wir brauchen Eure Unterstützung. Denkt bitte darüber nach wie ihr Euch in die Vereinsarbeit einbinden könnte.“ 

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